Uganda: Gemeinsam kochen, Unterernährung vorbeugen

Berlin / Kampala, 14. Januar 2020

Das Flüchtlingslager Palabek im Norden Ugandas beherbergt 40.000 Geflüchtete aus dem Südsudan. Eine selbständige Versorgung ist nicht möglich, da ihnen nicht ausreichend Land zum Anbau von Nahrungsmitteln zur Verfügung steht. Somit sind sie auf Lebensmittelrationen des Welternährungsprogramms angewiesen. Die Rationen sind oft unzureichend und zu einseitig, um eine ausgewogene Ernährung für die optimale Entwicklung von Kleinkindern sicherzustellen. Die Folge: Viele Kleinkinder sind von chronischer Unterernährung betroffen. Um dem nachhaltig entgegenzuwirken, haben die Johanniter in Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation Pachedo Mutter-Kind-Gruppen eingerichtet, die regelmäßig zusammen kochen und Schulungen zu guter und ausgewogener Ernährung erhalten.

Regina Amon

Regina Akello Amon ist 56 Jahre alt. Nachdem sie im Juli 2017 aus dem Südsudan fliehen musste, lebt sie nun in Palabek. Dort hatte sie nach ihrer Flucht von der ugandischen Regierung eine Parzelle erhalten. Unter den Frauen in ihrer Siedlung ist sie eine bekannte Respektsperson. Sie übersetzt für Frauen, die kein Englisch oder die lokale Sprache Acholi beherrschen und setzt sich für ihre Belange gegenüber Hilfsorganisationen, die in der Siedlung arbeiten, ein.

Ich sehe mich als Mentorin von anderen Müttern und möchte sie dabei unterstützen, das Wissen über gute Ernährung sowie Hygiene anzuwenden.
Regina Akello Amon

Hierzu trifft sie sich regelmäßig mit anderen Müttern und deren Kindern. Während der Treffen kochen sie gemeinsam speziell entwickelte Menüs, die eine ausgewogene und nahrhafte Ernährung der Kleinkinder sicherstellen. Gleichzeitig erhalten sie Schulungen über Nahrungsgruppen, die richtigen Mengen von Nahrungsmittel und eine schonende Zubereitung. Viele der Zutaten werden gedünstet statt gekocht, um sicherzustellen, dass wichtige Vitamine nicht verloren gehen. Während der Treffen haben die Mütter die Gelegenheit, sich über gute Ernährungspraktiken auszutauschen und voneinander zu lernen. Auch eine gute Hygienepraxis wie regelmäßiges Händewaschen wird besprochen. Für Regina sehr wichtige Schritte: „Ich hoffe, dass eine bessere Gesundheit und Ernährung den Kindern in der Siedlung eine bessere Zukunft bringt.“

Die Auslandshilfe in Uganda
Gelüchtete mit Kind

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