April, Mai, Juni 2026: Drei Monate in der „JJ“ auf Bundesebene
Fortbildungen, ein magisches Bundespfingstzeltlager, der Katholikentag in Würzburg, die "Interschutz"-Messe und mehr - hier gibt's einen kleinen Rückblick auf das, was in den letzten Monaten in der Johanniter-Jugend auf Bundesebene los war!
April
Drei spannende Fortbildungen am digitalen "Fobi"-Abend
Rund 50 JJ-ler*innen sind unserer Einladung zum digitalen Fortbildungsabend gefolgt. In der Fortbildung zum „Umgang mit Extremismus“ wurde zunächst auf die Positionierung der Bundesjugendversammlung geschaut, in der sich klar gegen Rechtsextremismus und Demokratiefeindlichkeit ausgesprochen wird. Anschließend wurden unterschiedliche Formen des Extremismus, wie Rechtsextremismus, Linksextremismus, religiös motivierter Extremismus sowie die Reichsbürgerszene beleuchtet. Zum Schluss wurde sich anhand konkreter Fallbeispiele der Frage gewidmet, wie in der Jugendverbandsarbeit mit Extremismus umgegangen wird.
In der Fortbildung zu Wertschätzenden Feedbackmethoden haben sich die Teilnehmenden zu Beginn über bisher verwendete Feedbackmethoden und den Erfahrungen mit diesen ausgetauscht. Anschließend gab es einen Input zu den Feedbackmethoden "WWW" (Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch) sowie der Feedbackmethode "WWF" (Wahrnehmung, Wirkung, Frage). Mit dem neu erworbenen Wissen wurde die WWF-Methode in Kleingruppen anhand von konkreten Beispielen erprobt und anschließend reflektiert.
In der !ACHTUNG Fobi „Prävention sexualisierter Gewalt im digitalen Raum“ konnten die Teilnehmenden erfahren auf welchen Plattformen sich unsere Jugendlichen bewegen und welche Gefahren davon ausgehen können. Mit verschiedenen Übungen und gemeinsamen Austausch haben wir uns den Themen Sexting, Cybermobbing und Cybergrooming genähert. Zum Abschluss wurden Präventionsmaßnahmen besprochen, um auch den digitalen Raum ein kleines Stück sicherer zu machen.
Vielen Dank an Carl Coste, Michaela Kupietz, Kim Linoh, Stefan Kupietz und Sheila Grieger für die Durchführung der Fortbildungen!
Workshop zur queersensiblen Jugendarbeit
Am 16. April lud die AG Queesensible Jugendarbeit zur Abendveranstaltung ein, die sich mit methodischen Herangehensweisen an die queersensible Jugendarbeit beschäftigte. Wie können wir queere Themen in Jugendgruppenstunden so aufgreifen, dass sie verständlich, wertschätzend und stärkend wirken? Wie schaffen wir Lernräume, die Neugier fördern, Sicherheit geben, Vielfalt sichtbar und auch Spaß machen – ohne zu überfordern oder zu moralisieren? Diesen Fragen gingen die Teilnehmenden auf den Grund, indem ein Methodentraining im Mittelpunkt stand, das konkrete und erprobte Ansätze für die queersensible Jugendverbandsarbeit vorstellt. Ebenso wurde sich über niedrigschwelligen Einstiegs- und Aktivierungsmethoden, spielerische Zugängen zu Vielfalt, Identität und Respekt und über Methoden zur Förderung von Empathie, Solidarität und Gruppenzusammenhalt ausgetauscht.
Sitzung der Bundesjugendleitung in Wolfsburg
Das erste Mal in geballter Stärke! Die Bundesjugendleitung traf sich am Wochenende vom 24. bis 26. April in Wolfsburg zu ihrer ersten Sitzung, nach der Nachwahl bei der vergangenen Bundesjugendversammlung, als Fünfer-Gespann. Nach einem gemeinsamen Spieleabend am Freitag startete die Bundesjugendleitung am Samstagvormittag in die dritte Sitzung im Jahr - und die Erste in neuer Konstellation. Es wurde mit einem gemeinsamen Kennenlernen begonnen und die gemeinsame Arbeitsweise besprochen.
Am Nachmittag verteilten Jule, Thomas, Wendelin, Yanis und Noah die Zuständigkeiten innerhalb der Bundesjugendleitung für die derzeitige Amtszeit, die noch bis März 2027 geht, neu. Dazu zählte die Zuständigkeit für die Fachausschüsse und Arbeitsgruppen auf Bundesebene, die Patenschaften für die Landesverbände, sowie die weiteren Themen wie z.B. Politik, Markenauftrit oder Resilienzförderung im Jugendverband. Abschließend dazu haben die Fünf dann die neue Geschäftsordnung der Bundesjugendleitung unterschrieben. Letztlich wurde noch ein Blick auf das aktuelle Jahr geworfen und es erfolgten Updates zu einigen Themen, sowie die Verteilung der Zuständigkeiten für die Planung der Veranstaltungen auf Bundesebene. Am Sonntag ging es schließlich um viele verschiedene Themen, die im Team zusammen besprochen wurden. Zudem wurden digitale Möglichkeiten für eine leichtere und übersichtlichere Zusammenarbeit - innerhalb der Bundesjugendleitung aber auch für die Zusammenarbeit mit der Bundesgeschäftsstelle - erörtert.
Mai
#BuPfiLa2026 - ein magischer Rückblick
Unter dem Motto „Johnnystories – wo Geschichten lebendig werden“ haben wir ein unvergessliches Bundespfingstzeltlager 2026 erlebt! Bereits ab Mittwoch, dem 20. Mai füllte sich unser Zeltplatz in Neufrankenroda Stück für Stück mit Leben. Dafür sorgten die vielen helfenden Hände der Teams, die mit anpackten. Bis zum Freitagvormittag bauten die Teams weiter auf, das Festzelt wurde hergerichtet und der letzte Feinschliff gemacht. Nun konnte es wirklich losgehen, alle waren voller gespannter Erwartung. Ab nachmittags trudelten die rund 700 Teilnehmenden nach und nach ein. Überall wurde weiter aufgebaut, gelacht, sich wieder in die Arme geschlossen und die ersten Geschichten dieses besonderen Wochenendes geschrieben. Zwischen Zelten, Gepäck und neugierigen Entdeckungstouren fühlte sich der Platz fast ein wenig magisch an – als gäbe es hinter jeder Zeltplane etwas Neues zu entdecken. Wenn Abends langsam die Nacht hereinbrach, versammeln sich viele am großen Lagerfeuer, genossen einen Crêpe und ließen den Tag ausklingen.
Nach der ersten Nacht im Zelt ist das Programm des #BuPfiLa2026 am Samstag dann endlich richtig gestartet! Beim Auftakt wurden unsere Teilnehmenden von Joni, Jona, Harry Potter und Dornröschen, direkt in eine Welt voller Geschichten, Abenteuer und Geheimnisse mitgenommen. Passend dazu ging es direkt ins nächste große Abenteuer: Johnny hat seinen Piratenschatz verloren! Also hieß es: Hinweise suchen, Aufgaben meistern, den Zeltplatz erkunden und gemeinsam Johnny helfen, seinen Schatz wiederzufinden. Dabei wurde nicht nur gerätselt, sondern auch jede Menge entdeckt. Am Nachmittag stand vor allem eines im Mittelpunkt: Zeltlagerleben genießen, gemeinsame Aktivitäten, Wiedersehen feiern und Zeit mit anderen Verbänden verbringen. Doch der Tag war noch nicht vorbei: Beim Abendspaziergang wartete schon das nächste Abenteuer – weg vom Zeltplatz und hinein in eine mystische Welt voller spannender Aufgaben und alter Legenden.
Bei Workshops wurden am Sonntag Freundschaften mit Armbändern noch sichtbarer, Beutel wurden bemalt, Schatzkarten gezeichnet oder Grundlagen in Erster Hilfe erlernt. Für andere wurde es beim Basketball, Wikingerschach, Volleyball oder Jugger sportlich. Das vielfältige Angebot lies die Gesichter bei groß und klein erstrahlen! Was an Pfingsten nicht fehlen darf? Eine Andacht! Am Kreuz der Familienkommunität Siloah feierten die Teilnehmenden eine Andacht - Thema war Nächstenliebe. Am Abend schauten Joni, Jona, Harry Potter und Dornröschen auf die letzten zwei Tage zurück. In ihrem Briefkasten waren Briefe und Erinnerungen von Teilnehmenden, diese mussten sie natürlich mit allen teilen! Wer es nun entspannt ausklingen lassen wollte, für den erleuchtete im Bistro ein gemütliches Lagerfeuer. Und für die, die den letzten Abend noch so richtig feiern wollten, sorgte unser Discjockey JD dafür, dass alle so richtig in Fahrt kommen konnten und tanzten!
Der Montag startete mit einer Abschlussrunde, den die Gesamtleitung moderierte. Als gemeinsamen Abschluss sangen alle den irischen Reisesegen "Möge die Straße". Nun wurde nochmals reingeklotzt. Anpacken, aufräumen, sauber machen und Fahrzeuge beladen. Allrounder*innen wirbelten über den Platz, um zu unterstützen, wo es nötig war. Auch die Teilnehmenden erledigten ihre Dienste, damit alles sauber hinterlassen wird. Dabei mit im Gepäck: Erinnerungen, neue Freundschaften, wertschätzende Gespräche und lustige Erlebnisse.
Danke an alle Helfenden in den Teams und den Jugendgruppenleitenden, die es erst möglich gemacht haben, dass klein und groß am BuPfiLa teilnehmen konnten! Einen ausführlichen Bericht zum BuPfiLa mit vielen tollen Impressionen findet ihr hier. Schaut auch unbedingt in unseren sozialen Medien (@johanniterjugend) vorbei.
104. Katholikentag in Würzburg
Vom 13. bis 17. Mai waren wir beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg dabei. Gemeinsam mit der Malteser-Jugend haben wir als Johanniter-Jugend im Begleitdienst unterstützt, damit alle Gäste den Katholikentag in vollen Zügen genießen konnten. Aus ganz Deutschland kamen Helferinnen und Helfer zusammen, um diese Tage möglich zu machen. Ein besonderes Highlight war der Malteser-Gottesdienst im voll besetzten Würzburger Dom.
Danke an alle Helfende, die den 104. Katholikentag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben – für Gemeinschaft, Zusammenhalt und viele besondere Momente!
“MaJo-Fobi”-Wochenende
Anfang Mai trafen sich rund 15 Malteser Jugendliche und Johanniter-Jugendliche in Kassel. Unter der Anleitung von Flo und Jesse haben die Teilnehmenden gelernt, wie eine Jurte aufgebaut wird, was dabei zu beachten ist und Tipps & Tricks für die Umsetzung. Nachdem am Vormittag die Basics gelernt wurden, ging es am Samstagnachmittag darum, was zu beachten ist, wenn man größere Jurtenbauten baut und das auch praktisch gelernt. Am Sonntagvormittag stand schließlich noch die Wiederholung, der Austausch über Jurtenbauten sowie der richtige Umgang mit der Lagerung im Fokus!
Eine Veranstaltung, die ganz unter dem Motto des MaJo-Freundschaftsbeschlusses steht, der die Verbindung unserer beiden Verbände stärken soll und bei der Bundesjugendversammlung im Frühjahr beschlossen wurde.
Juni
Podiumsdiskussion am Weltkindertag
Wie kindgerecht ist der Bevölkerungsschutz? Anlässlich des Weltkindertages am 01. Juni fand zu diesem Thema auf der Interschutz (Messe für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz in Hannover) eine Podiumsdiskussion gemeinsam mit der Arbeiter-Samariter-Jugend, der DLRG-Jugend, dem deutschen Jugendrotkreuz und der THW-Jugend statt. Für uns als Johanniter-Jugend hat Yanis aus der Bundesjugendleitung mitdiskutiert. Ausgetauscht wurde sich über den aktuellen Stand eines kindgerechten Bevölkerungsschutzes, wie Kinder und Jugendliche in der Entwicklung von Bevölkerungsschutzkonzepten beteiligt werden können und wie Resilienzförderung unter Kinder und Jugendlichen aussehen kann. Außerdem wurden auch beispielhaft Projekte thematisiert, bei denen das bereits erfolgt, wie beispielsweise Erste-Hilfe mit Selbstschutzinhalten und bestehende Räume, wie Gruppenstunden, Schulsanitätsdienste oder der Ganztag, die zur Wissensvermittlung und Resilienzstärkung genutzt werden können. Dabei dienen Kinder und Jugendliche auch als wichtige Multiplikator*innen in das soziale Umfeld, um das Wissen dann auch weiter zu verbreiten.
Einen Appell den alle Verbände dabei hatten: Kinder und Jugendliche sollten immer mitgedacht und auch beteiligt werden. Dabei geht die Arbeit der Jugendverbände auch über die Nachwuchsgewinnung für die Erwachsenenverbänden hinweg. Dabei wurde insbesondere betont, das Jugendverbandsarbeit auch Zwecke wie die Entwicklung von Selbstwirksamkeit von Kindern und Jugendlichen und die Vermittlung von wichtigen Werten erfüllt. Vielen Dank an alle Teilnehmenden für die gute und konstruktive Podiumsdiskussion!
Johannisfeier der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Malteser Hilfsdienstes in München
Am 23. Juni fand die bundesweite Johannisfeier von Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst in München statt. Mit dabei waren Thomas, Jule und Noah aus der Bundesjugendleitung sowie Franzi, Emil und Caro aus der Landesjugendleitung Bayern. Auch Vertreter*innen der Malteser-Jugend waren mit vor Ort.