Miteinander stark auf der Bundesjugendversammlung 2026-02
Diskussionen, Beschlüsse, Berichte, eine Wahl und viel Austausch zum Thema „Strategie für eine moderne Johanniter-Jugend“: Am vergangenen Wochenende tagte die Bundesjugendversammlung in Wiesbaden! Wie die Versammlung ablief, erfahrt ihr hier.
Am Freitag reisten die Mitglieder der Bundesjugendversammlung in die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Am Abend starteten wir gemeinsam mit einem entspannten Get-Together in das Versammlungswochenende. Dabei stand der Austausch mit alten und neuen Gesichtern im Vordergrund. So konnten sich die knapp 50 Teilnehmenden auf die anstehenden Themen einstimmen, erste Positionen austauschen und beim Spielen den Abend ausklingen lassen.
Am Samstag wurde die Versammlung dann durch die Bundesjugendleitung offiziell eröffnet. Inhaltlich startete der Tag mit einem Rückblick auf die Summer School und einem Ausblick auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT), der im Mai 2027 in Düsseldorf stattfinden wird. Anschließend folgten verschiedene Berichte aus der Bundesebene. Die Bundesjugendleitung und die Bundesgeschäftsstelle informierten über aktuelle Themen und Entwicklungen. Auch der Bericht der Delegierten der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) stand auf der Tagesordnung. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Phillip und Janina, die das Amt der Delegierten zwei Jahre lang ausübten! Darüber hinaus berichteten die AG queer+ (zuvor unter dem Namen "queersensible Jugendarbeit") die AG Nachhaltigkeit sowie die Fachausschüsse Bildung, Ehrenamt und Johanniter-Jugend über ihre Arbeit. Nach der Mittagspause schaltete sich Anna Appelt, Mitglied des Präsidiums der Johanniter-Unfall-Hilfe, digital zur Versammlung dazu. Sie berichtete aus dem Präsidium und beantwortete die Fragen der Teilnehmenden. Außerdem durften wir den Regionalvorstand Dr. Reinhard Völker aus Wiesbaden vor Ort begrüßen, der der Versammlung einen Besuch abstattete und uns eine gelungene Veranstaltung wünschte.
Strategie(n) für eine moderne Johanniter-Jugend
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand das Schwerpunktthema „Strategie für eine moderne Johanniter-Jugend“. Gemeinsam beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, wie sich unser Jugendverband in Zukunft aufstellen möchte und welche Schwerpunkte dabei besonders wichtig sind. Ein wichtiger Ausgangspunkt war dabei ein Rückblick auf die Ergebnisse des Prozesses „Miteinander Weiterdenken“, der sich in den vergangenen Jahren mit dem Verhältnis zwischen der Johanniter-Jugend und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) beschäftigt hat. Auch die bestehenden Mindeststandards für die Jugendarbeit wurden in den Blick genommen. Ziel der anschließenden Arbeitsphase war es, die bisherigen Ergebnisse weiterzuentwickeln, mit dem langfristigen Ziel ein Positionspapier zur strategischen Ausrichtung der Johanniter-Jugend erarbeiten zu können. In Kleingruppen wurden verschiedene Themenbereiche intensiv diskutiert. Ein Fokus lag auf der Rolle der Schulsanitätsdienste und der Ersten Hilfe innerhalb der Johanniter-Jugend. Dabei ging es um das Zusammenspiel von SSDs und Jugendgruppen sowie um die Frage, wie beide Bereiche künftig miteinander verbunden werden können. Auch die Bedeutung von Erste-Hilfe-Inhalten in der Jugendgruppenarbeit und die Besonderheiten der SSD-Arbeit wurden gemeinsam beleuchtet. Ein weiteres Thema war das Verhältnis zwischen der Johanniter-Jugend und der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Teilnehmenden diskutierten u.a., wie die Eigenständigkeit der Johanniter-Jugend als Jugendverband gestärkt und nach außen sichtbar gemacht werden kann, ohne dabei die enge Zusammenarbeit und Verbundenheit mit der “JUH” aus dem Blick zu verlieren. Welche Themen sollen die Johanniter-Jugend in Zukunft besonders prägen? Womit können wir uns als Jugendverband profilieren und was möchten wir nach außen vertreten? Auch die zukünftige inhaltliche Ausrichtung der Johanniter-Jugend stand im Fokus. In einer offenen Themensammlung trugen die Teilnehmenden zusammen, welche Themen den Verband künftig besonders prägen sollen und welche Schwerpunkte sich für die gemeinsame Arbeit und die Außendarstellung eignen. Ziel war es, Ideen für ein klares Profil der Johanniter-Jugend zu entwickeln und gemeinsame Perspektiven für die Zukunft herauszuarbeiten. Die Diskussionen machten deutlich, wie vielfältig die Aufgaben und Perspektiven unseres Jugendverbandes sind. Die gesammelten Impulse und die Weiterentwicklung der bisherigen Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die weitere strategische Arbeit.
Im Anschluss ging es mit der Diskussion der Anträge weiter. Zum Abschluss des Tages gab es außerdem einen Bericht zum diesjährigen Bundespfingstzeltlager, bevor das gemeinsame Abendprogramm den Tag abrundete. Ob Spieleabend in der Jugendherberge, Bowling oder Stadtrallye durch Wiesbaden - abwechslungsreich ließen wir den ersten Versammlungstag ausklingen.
Sonntag: Wahl, Beschlüsse und Austausch
Der Sonntagmorgen begann mit einem gemeinsamen Morgenimpuls in Form einer Andacht, gestaltet von Bundesjugendleiter Yanis. Anschließend stand die Wahl der Delegierten für die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) auf der Tagesordnung. Herzlichen Glückwunsch an Mariella und Mike zur Wahl! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen euch viel Spaß und Erfolg bei euren Aufgaben. Im weiteren Verlauf widmete sich die Versammlung der Beschlussfassung der Anträge. Folgende Anträge hat die Bundesjugendversammlung beschlossen:
- Abgerechneter Haushalt 2025
- Wirtschaftsplanung 2027
- Novellierung der ABF SSD
- Änderung der Richtlinie !ACHTUNG
Anschließend waren die Landesjugendleitungen gefragt. Im Format des World-Cafés tauschten sich die Leitungen zu verschiedenen Themen aus, die die Arbeit der Johanniter-Jugend vor Ort und auf Landesebene bewegen. Im Mittelpunkt standen dabei die Gewinnung von Funktionsträger*innen, der Tag der Johanniter und die Landeswettkämpfe, der Wiederaufbau in Regionalverbänden sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Das World-Café bot Raum, Erfahrungen aus den verschiedenen Landesverbänden zu teilen, Herausforderungen gemeinsam zu beleuchten und neue Ideen für die eigene Arbeit mitzunehmen. Zum Abschluss folgten die Berichte der Fachausschüsse !ACHTUNG, Schulsanitätsdienst und Strategie. Sie gaben Einblicke in die aktuellen Themen, Projekte und Entwicklungen der jeweiligen Arbeitsbereiche. Nach einem abwechslungsreichen Wochenende voller Diskussionen, neuer Perspektiven und gemeinsamer Entscheidungen wurde die Bundesjugendversammlung schließlich beendet. Vielen Dank an alle Teilnehmenden und Gäste für die konstruktive und produktive Versammlung! Die nächste "BJV" wird im März 2027 in Bremen stattfinden.