23.04.2026 | Regionalverband Offenbach

Die Zukunft der Pflege mitgestalten

Zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräfte werden in Deutschland bis zum Jahr 2049 fehlen – so lautet die alarmierende Prognose des Statistischen Bundesamtes.

Pflegekräfte im Dialog Pflegeschule Rodgau

Die Zukunft der Pflege mitgestalten

Bis zu 690.000 fehlende Pflegekräfte – Johanniter Pflegeschule Rodgau sucht regionale Partner für die Ausbildung von morgen

Zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräfte werden in Deutschland bis zum Jahr 2049 fehlen[1]– so lautet die alarmierende Prognose des Statistischen Bundesamtes. In zwei Dritteln der Krankenhäuser mit Pädiatrie bleiben Stellen in der Kinderkrankenpflege bereits heute unbesetzt.[2]

Die Antwort auf diese Krise beginnt in der Ausbildung – und die Pflegeschule der Johanniter Campus Rodgau möchte dabei einen aktiven Beitrag leisten. Dafür braucht sie Partner aus der Region.

Seit 2020 hat sich die Pflegeausbildung grundlegend gewandelt: In der „generalistischen Ausbildung" lernen angehende Pflegefachkräfte die Versorgung von Menschen aller Altersgruppen – vom Neugeborenen bis zu den Senioren. Die Pflegeschule der Johanniter Campus Rodgau sucht deshalb verstärkt Partner in der Region, die den Auszubildenden Einblicke in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ermöglichen.

Pädiatrie ist mehr als nur Kinderstation

Ein zentraler Baustein der Ausbildung ist der pädiatrische Einsatz. Hierbei geht es nicht nur um die medizinische Versorgung im Krankenhaus, sondern vor allem um die Interaktion mit jungen Menschen und deren Familien. „Wir möchten unseren Auszubildenden ermöglichen, den Blick über den Tellerrand zu wagen", so Franziska Zimmer, Leitung der Pflegeschule. Da Plätze in klassischen Kinderkliniken begrenzt sind, rücken nun andere Einrichtungen in den Fokus: Kindertagesstätten, Beratungsstellen, Schulen oder Jugendfreizeiteinrichtungen.

Was die Lernorte leisten – und was sie davon haben

Gesucht werden engagierte Einrichtungen, die bereit sind, Auszubildende für insgesamt 120 Stunden in ihren Alltag zu integrieren. Der Vorteil für die Betriebe: Die Vernetzung im sozialen Sektor wird gestärkt, und man leistet einen aktiven Beitrag zur Fachkräftesicherung – einem der drängendsten Themen unserer Zeit.

Die Rahmenbedingungen sind für die Lernorte bewusst niedrigschwellig gestaltet: Die Auszubildenden bleiben über ihren Träger versichert und erhalten ihre reguläre Vergütung. Lediglich 12 Stunden des Einsatzes müssen durch eine Fachkraft – etwa Erzieher:innen oder Sozialpädagog:innen – angeleitet werden. In der übrigen Zeit unterstützen die Auszubildenden das Team tatkräftig im Arbeitsalltag.

Jetzt mitmachen

Interessierte Einrichtungen aus Rodgau und Umgebung, die den Pflegenachwuchs fördern möchten, können sich direkt mit der Pflegeschule Rodgau in Verbindung setzen.

Kontakt

Pflegeschule Rodgau, Leiterin Franziska Zimmer oder Tel.: 06106 8710-0.


[1]https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_033_23_12.html (10.04.2026)

[2] chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://deutscher-pflegerat.de/dpt24/04_DPT24_Factsheet_Pflege_aktualisiert.pdf (10.04.2026)