11.07.2026 | Regionalverband Bergstraße-Pfalz

Weltrekord beim Brezelfest: Johanniter ziehen mit

111 Menschen bewegen 111 Tonnen schwere Diesellok in unter 2 Minuten über die Gleise – Rekordinstitut Deutschland bestätigt Weltrekord

Beim diesjährigen Speyerer Brezelfest ist dem Verkehrsverein Speyer gemeinsam mit 18 Teams aus Vereinen, Institutionen und Organisationen ein außergewöhnlicher Weltrekord gelungen: 111 Personen zogen eine 111 Tonnen schwere Diesellokomotive V 200 aus dem Baujahr 1959 samt zwei angekoppelten Waggons ganz ohne Motor und ohne technische Hilfe über 111 Meter auf den Gleisen des Technik Museums Speyer, in einer Zeit von unter 2 Minuten. Das Rekordinstitut Deutschland (RID) hat den Versuch offiziell als Weltrekord anerkannt.

Mit dabei war auch ein siebenköpfiges Team der Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Bergstraße-Pfalz. Rund eine Stunde vor dem Startschuss musste das Team kurzfristig umdisponieren: Der Katastrophenschutz-Melder rief zwei Teammitglieder in den Einsatz. Innerhalb kürzester Zeit organisierte das Team Ersatz und zog gemeinsam mit den übrigen Teilnehmenden den Zug über die Ziellinie.

Idee entstand auf dem Weihnachtsmarkt

Die Idee zu dem Rekordversuch entstand beim Verkehrsverein Speyer bereits Monate zuvor, bei einem Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Entscheidend für das Gelingen waren nicht rohe Kraft, sondern Synchronität und Rhythmus: Auf Schienen reicht bereits eine vergleichsweise geringe Zugkraft, sobald die Masse einmal rollt.

Stimme aus dem Team

Für die Johanniter war die Teilnahme mehr als ein sportlicher Erfolg. Gemeinsames Anpacken, Verlässlichkeit und die Fähigkeit, auch kurzfristig flexibel zu reagieren, gehören zum Selbstverständnis der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Arbeit, ob im Einsatz oder eben am Zugseil.

Brezelfest als Bühne für Rekorde

Der Weltrekordversuch reiht sich ein in eine Serie außergewöhnlicher Aktionen des Speyerer Verkehrsvereins, darunter der Dirndl-Weltrekord und das Tanzbodenziehen. Das Budget für den Versuch lag bei rund 15.000 Euro und war dank Sponsoren vollständig finanziert.