Festlicher Abschlussgottesdienst

Wittenberg, 28. Mai 2017

Feierlicher Abschluss

Foto: Frank Markowski

Zum Ende des Kirchentages geben die Johanniter noch einmal alles: Mit 172 Helfern sichern sie den Abschlussgottesdienst sanitätsdienstlich ab, dazu Rettungs- und Krankentransportwagen, Notarzteinsatzfahrzeuge, Motorräder und Quads – „alles, was Rollen hat“, berichtet Einsatzabschnittsleiter Johannes Kattermann. Und Flügel: Denn auch ein Rettungshubschrauber der Johanniter zieht seine Runden.

Mit insgesamt vier Unfallhilfsstellen haben die Johanniter die Festwiese flankiert. 16 Fußtrupps sind unterwegs, um im Notfall schnell zur Stelle zu sein. Alles bestens vorbereitet, der große Abschlussgottesdienst kann beginnen.

Die Tribüne ist voll besetzt. Auf den Elbwiesen haben sich ebenfalls tausende Menschen versammelt. Sie haben es sich auf dem Rasen bequem gemacht, genießen die ungezwungen-festliche Atmosphäre – und das laue Lüftchen, das ab und an die Sommerhitze durchweht.

Erzbischof Thabo Makgoba aus Südafrika hält die Predigt. Er habe einen Traum für die Welt, sagt er. „Dass eines Tages all die narzisstischen, nationalistischen, isolationistischen Ausschweifungen der Gegenwart verschwinden werden.“ Viel Applaus gibt es dafür. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich-Bedford-Strohm bekräftigt, dass religiöse Erneuerung nicht über Abgrenzung zu anderen Konfessionen zu erfahren sei. Auch Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au ruft zu Dialog auf: „Ziehen wir die Schubladen in unseren Köpfen und Herzen auf.“

Lesungen, Gebete, festliche, manchmal auch jazzige Klänge und ein gemeinsames Abendmahl schließen sich an. Zum Abschluss bringt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Großereignis auf den Punkt: „Was für ein Kirchentag: groß, bunt, lebendig! Gestärkt und fröhlich können wir nach Hause zurückkehren“.

Auch der Einsatzabschnittsleiter der Johanniter zieht ein positives Fazit: „Alle Kräfte waren im Einsatz, die Unfallhilfsstellen hatten gut zu tun“ sagt Kattermann. „Aber schwere Verletzungen gab es nicht.“