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Aktivitäten

Hilfe die ankommt – Ungarnhilfe 2015

Viel hat sich im Laufe der vergangenen 15 Jahre getan, die Schwerpunkte der Hilfen haben sich immer wieder den Bedürfnissen und Möglichkeiten anpassen müssen, vor allem, wenn neue Projekte hinzu kamen, andere abgeschlossen waren. Die Hilfe und Unterstützung der ungarischen Diakonie war neben der Lieferung umfangreicher Sachspenden geprägt von gegenseitigen Besuchen, Aktionen und Veranstaltungen. Im Mittelpunkt unserer Hilfen steht das Alten- und Behindertenheim „Sarepta“ in Budapest. Weitere wichtige Partner sind evangelische Gemeinden im westlichen Ungarn.  Neben diesem großen Projekten gab es eine Vielzahl an gezielten Einzelprojekten, die in den letzten Jahren aber immer mehr über Transporte an das "Sarepta" mitversorgt wurden.

Das Haus "Sarepta" haben die Johanniter zum ersten Mal vor 15 Jahren aufgesucht. Danach wurden es jährlich immer mehr gemeinsame Aktivitäten, vor allem dank der guten Zusammenarbeit von JHG, JUH und Subkommende in Oberschwaben und Bodensee. Das Haus "Sarepta" ist ein Heim für 100 alte und ca. 90 behinderte Menschen, die von mehr als 100 Mitarbeitern betreut werden.

Die Mitleiterin Frau Judit Sztojanovics schildert treffend die gute Zusammenarbeit:
 "Die heutige Praxis der Zusammenarbeit von Johanniter und Sarepta hat sich in 15 Jahren optimal entwickelt. Die gebrauchten Sachspenden wurden von Leuten oder Firmen den Johannitern angeboten, und von freiwilligen Helfern sortiert, in Bananenkartons gepackt, und gelagert. Mit grossen LKW-Transporten, aber auch dem Kleinbus der Johanniter oder des Sarepta werden dann die Sachen nach Ungarn geliefert. Meistens bezahlen die Sprittkosten die Johanniter. Die gespendeten Sachen machen das tägliche Leben unserer alten und behinderten Bewohner schöner und den Mitarbeitern leichter, wenn zum Beispiel genügend Inkontinenzmittel, medizinische Hilfsmittel, Bettwäsche, Handtücher, Waschlappen, Geschirr oder auch höhenverstellbare Betten zur Verfügung stehen. Zugleich sparen wir Geld, da wir für die Sachen kein Geld ausgeben müssen."

"In unseren Häusern wurden viele Betten ausgetauscht, wofür wir besonders dankbar sind, da sowohl unsere alten als auch unsere behinderten Bewohner immer mehr Pflege brauchen. Auch die Betten für das neue Haus sind so zusammen gekommen. Darüber hinaus haben wir eine größere Anzahl an Pflegebetten an verschiedene andere Heime weitergegeben können", so Judit Sztojanovics weiter.

Überhaupt hat sich ein regelrechtes "Netzwerk Sarepta" dank der Aktivitäten von Judit und Pfarrer András Sztojanovics entwickelt. Rund 20 Einrichtungen und Projekte sind von ihnen mit gespendeten Hilfsmitteln aus den vielen Transporten der Johanniter gezielt beliefert worden, wodurch die Transportkapazitäten besser ausgenutzt werden konnten. Neben Pflegebetten, Nachtkästen, Rollstühle, Pflegehilfsmittel, Bekleidung und gebrauchten Haushaltstextilien vor allem auch Bettwäsche und Heimtextilien.

In den letzten 2 Jahren wurde für Sarepta ein Neubau erstellt, der 50 Behinderten ein neues Zuhause bieten wird. Bisher sind sie in einem völlig überbelegten Altbau untergebracht. Viele Unterstützer haben zum Gelingen des Projektes beigetragen, darunter eine ganze Reihe von Sozialeinrichtungen aus Deutschland. Dazu gehören neben den Johannitern auch kirchliche Verbände in Baden-Württemberg und Bayern. Ohne diese Hilfen hätte der Neubau, für den es keine öffentliche Förderung gibt, nicht realisiert werden können.

Im abgelaufenen Jahr 2015 sind wieder mehrere Transporte durchgeführt worden. Insgesamt wurden drei LKW 40-to und zwei LKW 7,5-to beladen und nach Budapest verfrachtet. Daneben wurden viermal Hilfsgüter mit dem Sarepta- Kleintransporter abgeholt. Mit Sanitätsfahrzeugen und Hängern der JUH  wurden weitere fünfmal Transporte mit Inkontinenz- u. Pflegehilfsmittel, Medizinbedarf und vieles mehr nach Budapest, Lajoskomárom und Szombathely geliefert, dabei konnten dann in Gesprächen mit den Empfängern direkt vor Ort die weitere Notwendigkeit und Verwendung der Hilfsgüter abgeklärt werden.