95 Thesen für unsere Zeit

Am 31. Oktober 1517 brachte Dr. Martin Luther 95 Thesen „Propositiones wider das Ablas“ als Beifügung zu einem Brief an den Erzbischof von Mainz und Magdeburg, Albrecht von Brandenburg erstmals in Umlauf. Im Stil von akademischen Disputationsthesen gehalten, formulieren diese eine Kritik auf der Grundlage der Bibel an den damals herrschenden Zuständen, insbesondere dem päpstlichen Finanzierungssystem zum Bau des Petersdoms durch den Handel mit Ablassbriefen. Entgegen Luthers ursprünglicher Absicht wurden die Thesen rasch verbreitet. Der Thesenanschlag an die Wittenberger Schlosskirche wurde zu einem der wichtigsten Ereignisse in der Reformationszeit und wirkt bis in die Gegenwart. Er gibt insbesondere uns Johannitern als Christen gemäß unserem geistlichen Auftrag Anlass, über unseren Weg nachzudenken und erneut mit dem Evangelium aufzubrechen.

In der Genossenschaft Rheinland-Pfalz-Saar stand im Jubiläumsjahr zur Reformation die Analyse der schnellen Umbrüche unserer Gegenwart sowie die Suche und Findung einer aus Gotteserkenntnis gespeisten befreienden Selbsterkenntnis im Fokus von Rittertag und Einkehrtag der Genossenschaft sowie zahlreichen Veranstaltungen in deren Subkommenden. Das Ergebnis, die Formulierung von „95 neuen Thesen für unsere Zeit“ hat zum Ziel, die heutigen Zustände in Kirche und Gesellschaft zu analysieren und auf Grundlage der Bibel konstruktiv zu kritisieren. Sie ist nicht als kurzlebige Aktion gedacht, sondern zielt auf das lebenslange Glaubenshandeln. Die Thesen dienen zur inneren Rüstung und zur Herstellung von protestantischer Sprachfähigkeit nicht nur der Johanniter, sondern aller Christen miteinander und nach außen.

Alle Ritter in der Genossenschaft Rheinland-Pfalz-Saar sowie Mitarbeiter einiger Werke in ihrem Bereich waren bei der Aufstellung der „95 neuen Thesen für unsere Zeit“ beteiligt. Vorbereitet durch einen Workshop zur Reformation im Frühjahr 2016 wurde das Projekt am Rittertag 2016 vorgestellt, beschlossen und mit einem Einkehrtag auf Schloss Allenbach im September 2016 gestartet. In Arbeitsgruppen aufgeteilt, stellten sich die Teilnehmer hier der Aufgabe, zu 13 vorgegebenen Themenbereichen eine Analyse der Gegenwart in Form von Bestandsaufnahme, Prognose und Bezug zur Heiligen Schrift durchzuführen. Daraus wurden Forderungen abgeleitet und Handlungsbedarfe eruiert. Nach intensiver Diskussion der einzelnen Aspekte konnten Positionierungen erarbeitet werden, die Ausgangspunkt für die Formulierung der einzelnen Thesen waren. In zahlreichen Subkommendeveranstaltungen wurde die Arbeit fortgeführt. Dabei erhielt jede Gruppe die Zwischenergebnisse der anderen Gruppen zur Ergänzung und Überarbeitung.  Ein Lenkungsgremium aus Ritterbrüdern und Geistlichkeit der Genossenschaft Rheinland-Pfalz-Saar organisierte den Prozess. Im Frühjahr 2017 wurden alle Ergebnisse konsolidiert und 95 Thesen ausgewählt. Nach einer finalen Abstimmungsrunde erfolgten die Schlussredaktion und die Beschlussfassung im Konvent am Rittertag 2017 über die Verabschiedung der „95 neuen Thesen für unsere Zeit“.

Die „95 neuen Thesen für unsere Zeit“ sollen ein nachhaltiger Beitrag der Genossenschaft Rheinland-Pfalz-Saar zum Reformationsjubiläum 2017 und darüber hinaus sein. Sie richten sich an die Mitglieder des Johanniterordens, an die Mitarbeiter der Werke des Johanniterordens, an alle Entscheidungsträger in Kirche und Staat, an alle Christen sowie an Medien und Bildungseinrichtungen.

95 neue Thesen für unsere Zeit

in 12 Hauptteilen

aufgestellt von der Genossenschaft Rheinland-Pfalz-Saar des Johanniterordens

anlässlich des 500. Reformationsjubiläums

verabschiedet am Rittertag,  24. Juni 2017 in Speyer

 

1. Hauptteil: Der Wert der Gebote zur Bewahrung der Schöpfung

01.  Die Zehn Gebote sind keine historischen Sätze, sondern Ausdruck des lebendigen Geistes Gottes.

02.  Die Zehn Gebote gelten für Christen auch gegenüber sich selbst.

03.  Über die Naturgesetze hinaus sind die Zehn Gebote und das Gebot der Nächstenliebe Grundlage des christlichen Glaubens.

04.  Aber wenn die Gebote ins Nichts verblassen, wird ein Naturgesetz, das Einzige sein, das übrigbleibt: Das Recht des Stärkeren.

05.  Den Geboten einen hohen Wert beizumessen heißt, Chaos und Willkür zu widerstehen.

06.  Für einen Christen ist es von großer Bedeutung, das Prinzip der Nachhaltigkeit zur Bewahrung der Schöpfung zu leben und nach außen zu vertreten.

07.  Rechtssicherheit, Gewissensfreiheit und Nächstenliebe darf anderen nicht wegnehmen, was ihnen ebenso zusteht wie mir.

08.  Dem Missbrauch der Moderne und ihren Versuchungen gilt es, zu widerstehen.

09.  Der Mensch kann schöpferisch wirken - er ist aber nicht DER Schöpfer und kann IHN nicht ersetzen.

10.  Johannitern ist es eine Selbstverständlichkeit, in den eigenen Einrichtungen, Gebäuden, bei eigenen Veranstaltungen, in eigenen Veröffentlichungen durch nachhaltiges Handeln den Wert der Gebote deutlich hervorzuheben.

11.  Johanniter sollen in besonderer Weise für Vermeidung von Verschwendung und für ressourcenschonendes Handeln stehen und sich für mehr fairen Handel einsetzen.

 

 

2. Hauptteil: Das christliche Bekenntnis

12.  Eine Glaubensidentität erfordert einen eigenen Standpunkt.

13.  Christen glauben an den dreieinigen Gott.

14.  Das Bekenntnis zum dreieinigen Gott erfordert die Beschäftigungen mit Glaubensinhalten.

15.  Das Glaubensbekenntnis wurzelt in der Heiligen Schrift.

16.  Die Heilige Schrift steht nicht neben, geschweige denn beugt sich anderen selbst ernannten Autoritäten; sie ist die Offenbarung Gottes.

17.  Modern mag sein, die Bibel zu zerpflücken, doch der Inhalt in seiner Gesamtheit bleibt unantastbar; Formulierungsänderungen dienen lediglich dem Verständnis.

18.  Das Glaubensbekenntnis sagt: Ich bin nicht mein eigener Herr, sondern ich gehöre Gott, ich bin Sein eigen.

19.  Der christliche Glaube, insbesondere das evangelische Bekenntnis, ist kein Buffet, an dem ich mir die leckersten Dinge heraussuchen kann.

20.  Glaubensinhalte sind nicht nach Belieben austauschbar.

21.  In der Nachfolge des gelebten Glaubens erfahren Christen oft Kreuz und Leiden.

22.  Das Bekenntnis gehört nicht nur ins stille Kämmerlein; es tut gut, mit anderen Menschen über den Glauben zu sprechen.

 

3. Hauptteil: Was ist die Religion der Menschen?

23.  Glaube ist zu oft Privatsache geworden.

24.  Die Menschen suchen sich aus, was ihnen vorteilhaft erscheint. Das ist die religiöse Variante der Maxime „gut ist, was mir nützt“.

25.  Martin Luther erkannte, dass alle Menschen ohne Gott eigene Götter produzieren, an die sie ihr Herz hängen. Genau diese Situation ist in unserer Gesellschaft durch den Verlust des christlichen Glaubens vielfach eingetreten.

26.  Christliche Werte müssen wahrgenommen, vorgelebt und kommuniziert werden.

27.  Gefährliche Ideologien müssen erkannt und von friedlichen Religionen abgegrenzt werden, ihnen darf kein Raum gegeben werden.

28.  Durch die Verkündigung des einen Gottes, der Himmel und Erde gemacht hat, werden die falschen Götter entlarvt.

29.  Wertschätzender Umgang mit anders Denkenden setzen Klarheit und Ehrlichkeit voraus.

30.  Der Mut und das Bekenntnis der Reformatoren sind uns ein Vorbild dafür.

4. Hauptteil: Die Verantwortung des Einzelnen

31.  Christen stehen nur dann zu ihrem Glauben, wenn sie ihn selbst aktiv leben.

32.  Das aktive Vorbild des Einzelnen und seine persönlich Ausstrahlung trägt in sich eine große Überzeugungskraft und hat eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf andere Menschen.

33.  Der Johanniter versteht es als seine Pflicht und Lebensaufgabe, den Glauben zu leben und den Glauben zu bekennen.

34.  Die einem Christen übertragene Verantwortung ist kein Selbstzweck zur Macht, sondern der Ausdruck des Dienens.

35.  Der Christ trägt ethische Verantwortung durch sein Vorbild und Nachahmung guter Vorbilder im Vertrauen auf Gottes tagtägliche, verlässliche Güte.

36.  Jeder Christ hat die Pflicht, das Gebot der Nächstenliebe zu erfüllen.

37.  Adressaten der notwendig anzuwendenden christlichen Nächstenliebe sind alle Menschen.

38.  Das Doppelgebot der Liebe gerecht auszuüben muss allen Johannitern in ganz besonderer Weise zu Eigen sein und am Herzen liegen, wie dies ebenso Aufgabe aller Christen ist.

 

5. Hauptteil: Glaube, Alltag und Familie, Bildung

39.  Unser christlicher Glaube gründet auf der Bibel, wobei durch Bildung ein besonders guter Zugang zu ihr eröffnet wird.

40.  Von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist, dass der Glaube durch "Vorleben" an die nächste Generation weitergegeben wird. Christliche Werte in Alltag und Familie können an Bedeutung gewinnen, wenn wir Kontakte zwischen Christen, durch ein klares persönliches Bekenntnis und eine nach außen und innen attraktives (im christlichen Sinne vorbildliches) Leben fördern.

41.  Nicht nur im Nehmen und Geben, sondern im Wahrnehmen des täglichen Brotes als Gottesgeschenk kann Glaube praktiziert werden.

42.  Evangelische Schulen und evangelische Kindergärten sind wichtige Bausteine für die Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation.

43.  Zum christlichen Glauben gehört die Wertschätzung von behinderten Menschen und ihrer Bildungsmöglichkeiten.

44.  Gendering führt zu Beliebigkeit und Einigung auf den kleinsten Nenner und darf nicht zur Benachteiligung und Ausgrenzung der Lebensmodelle Ehe und Familie führen.

45.  Wir leben in einer Zeit, in der die Hochschätzung der Ehe von Mann und Frau und der Familie in Hinblick auf andere Lebensformen eingeebnet wird.

46.  In einer Zeit, in der die Ehe von Mann und Frau und die Familie nicht mehr als von Gott zum Wohle des Menschen eingerichtet angesehen werden, ist es nötig, wieder neu auf den Segen zu vertrauen, der darauf liegt.

47.  Die Ehe wird verstanden als Verbindung von Mann und Frau vor Gott zur Bewahrung der Schöpfung, wir benötigen eine Rückbesinnung auf die Ehe von Mann und Frau und die Familie, die daraus erwächst.

48.  Kinder von aus der Kirche ausgetretenen Eltern haben ein Anrecht auf die Taufe.

 

6. Hauptteil: Glaube und Arbeit

49.  In unserer säkularisierten Gesellschaft ist die Beziehung zwischen Glaube und Arbeit weithin verloren gegangen. Dies gilt auch für viele Kirchenmitglieder. Daraus resultieren verantwortungsloses und rücksichtloses Handeln.

50.  Der Kirchenaustritt gilt vielen als cleveres Steuersparmodell.

51.  Wir benötigen eine Rückbesinnung auf die Beziehung zwischen unserem Glauben und unserer Verantwortung on Arbeit und Beruf.

52.  In einer Zeit, in der viele Menschen keine Beziehung zwischen ihrer Arbeit bzw. ihrem Beruf und ihrem Glauben erkennen können, treten wir dafür ein, dass wir als Christen aus dem Glauben heraus unsere Verantwortung in Arbeit und Beruf wahrnehmen.

53.  Christliche Werte haben in der Arbeitswelt einen großen Mehrwert in Hinblick auf Fairness, Gerechtigkeit, Vergebung und Verantwortung im Dienst

54.  Glaube ist für Christen nicht nur Privatangelegenheit.

55.  Glaube heißt, auch für Kolleginnen und Kollegen in deren Schwierigkeiten da zu sein.

56.  Arbeit nach christlichen Werten und Bedingungen steigert den Unternehmenswert. Der Börsenwert sinkt, wenn die Arbeitsethik fehlt.

57.  Da Arbeit Bestandteil unseres Lebens ist, muss unser gelebter Glaube ein Bestandteil unserer Arbeit sein.

58.  Der Sonntag ist heilig, die Sonntagsruhe ist uns unantastbar.

59.  Für alle Johanniter sind die Leitbilder des Ordens in ihren Werken Lebensgrundsatz.

 

7. Hauptteil: Die Egozentrik in der Leistungsgesellschaft

60.  In einer Zeit, in der rücksichtslose Selbstverwirklichung und Egoismus zum Lebensideal für viele Menschen geworden sind, treten wir für die Werte der Nächstenliebe und des Dienstes am Mitmenschen, der Zufriedenheit und der Zukunftsverantwortung ein.

61.  Der Wohlstand des Einzelnen darf sich nicht auf Unterdrückung und Armut anderer gründen.

62.  Wenn ich mich als Teil der Gemeinschaft sehe, kann ich meinen Glauben leben unter der Verheißung Christi: Wo 2 oder 3 in meinem Name versammelt sind, da bin ich mitten unter Ihnen.

63.  Ich wachse an mir im Geben, denn „Geben ist besser als Nehmen“.

64.  Gewinnmaximierung und Bewertungen der Welt können nicht ausschließlich in Geld oder Geldmengen vorgenommen werden.

65.  Die ehrenamtliche Arbeit ist unabdingbar und unverzichtbar.

 

8. Hauptteil: Die Befreiung von den Mächten des Allgegenwärtigen

66.  In einer Zeit, in der viele Menschen nicht erkennen, dass sie von den Mächten dieser Zeit gefangen genommen werden, ist es nötig im Sinne von Notwenden, ihnen das befreiende Evangelium von Jesus Christus zu bringen.

67.  Wir Christen stehen für unseren Glauben an den HERRN Jesus Christus ein.

68.  Nur die Vergewisserung des Glaubens kann uns von den Mächten des „Allgegenwärtigen“ (d.h. von all dem, was tagtäglich über die Medien zu uns kommt) befreien.

69.  In Zeiten der Globalisierung ist es wichtig, sich auf die wesentlichen Dinge des Alltags zu konzentrieren und den technischen Versuchungen zu widerstehen.

70.  Der gelebte Glaube ist Befreiung von den Mächten dieser Zeit.

 

9. Hauptteil: Der gute Kampf des Glaubens und das Verständnis von innerer und äußerer Mission

71.  Jeder Christ hat die Pflicht, das Gebot der Nächstenliebe zu erfüllen.

72.  Christliche Nächstenliebe ist allen Menschen entgegenzubringen.

73.  Das Doppelgebot der Liebe gerecht auszuüben muss allen Johannitern in ganz besonderer Weise zu Eigen sein und am Herzen liegen, wie dies ebenso Aufgabe aller Christen ist.

 

10. Hauptteil: Den Glauben zeigen in der Öffentlichkeit

74.  Christen sehen nicht weg und nehmen mutig Stellung.

75.  „Wer mich bekennt vor den Menschen, den wird auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes.“ (Lukas 12,8)

76.  Es ist wichtig, christliche Symbole zu tragen!

77.  Christen müssen sich dagegen wehren, dass christliche Symbole aus der Öffentlichkeit entfernt werden.

78.  Der erste Advent soll als Beginn des neuen Kirchenjahres herausgestellt werden.

79.  Christen zeigen Präsenz in öffentlichen Auftritten.

80.  Je größer die Offenheit, umso stärker muss das Profil sein. Jeder muss sich selbst und anderen Rechenschaft ablegen können über den Glauben.

81.  In christlichen, evangelischen und johanniterlichen Einrichtungen muss unzweideutig klar sein, dass das Handeln auf einem christlichen Leitbild basiert.

 

11. Hauptteil: Diakonie, Johanniter und Kirche

82.  In einer Zeit, in der viele die Werke der Kirche für das Wesentliche halten, ist es erforderlich, das Evangelium wieder neu ins Zentrum zu rücken. Denn der Glaube kommt aus dem Hören von Gottes Wort (Römer 10, 17), nicht aus den Werken der Kirche.

83.  Die Diakonie ist die Frucht des Glaubens und nicht umgekehrt.

84.  Die Marktorientierung der Diakonie und die christliche Identität der Diakonie stehen in einem Spannungsverhältnis zueinander.

85.  In vielen diakonischen Einrichtungen bestehen enorme Schwierigkeiten, aus dem christlichen Glauben heraus motivierte Mitarbeitende zu finden.

86.  Die Professionalisierung der diakonischen Werke darf nicht zum Verlust ihrer christlichen Identität führen.

87.  Grundlage des johanniterlichen Handelns ist der diakonische Auftrag, bei den Mitarbeitern ihrer Werke müssen christliche Werte im Zentrum stehen.

 

12. Hauptteil: Zur Ökumene und christliches Interkonfessionelles

88.  Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist ist der gleiche Gott aller Christen.

89.  Den Glaubensweg nach Recht oder Unrecht, als richtig oder falsch zu beurteilen, ist nicht Gegenstand menschlicher Entscheidungen, sondern ein allein Christus zustehendes Amt.

90.  Der Dialog ist unablässig und unbeirrt mit allen christlichen Konfessionen zu führen.

91.  Alle Christen müssen Ökumene mutig im Vertrauen auf unseren gemeinsamen Herrn konkret, zielgerichtet angehen und nie aufgeben!

92.  Andere Glaubensrichtungen und religiösen Denominationen gilt es zu respektieren ohne Verlust der eigenen Identität und der klaren Ergebnisse der Reformation.

93.  Wir Johanniter bekennen uns klar zum Christentum in dem Bewusstsein, dass dessen Wurzeln im jüdischen Glauben liegen.

94.  Die monotheistischen Religionen müssen sich im gegenseitigen Respekt vor dem einen Schöpfer begegnen.

95.  Glaube darf nie als Begründung oder Rechtfertigung für Gewalt und Unrecht dienen.