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Subkommende Detmold

Unsere Detmolder Subkommende wurde 1955 als Teil der Westfälischen Genossenschaft gegründet und mittlerweile stehe ich ihr im neunten Jahr als sechster Leiter vor.

23 Ritterbrüder gehören zu uns, davon sieben Mitglieder anderer Genossenschaften. Zwei weitere westfälische Ritterbrüder, die aus Lippe weggezogen sind, fühlen sich weiterhin mit uns sehr verbunden.

Wir laden derzeit zu unseren Veranstaltungen den hauptamtlichen Regionalvorstand der JUH-Lippe Höxter sowie einen Gast ein und – wenn wir uns mit Damen treffen – zusätzlich sechs Witwen verstorbener Ritterbrüder nebst einer Johanniter-Schwester.

Leider können einige unserer Ritterbrüder aus Alters- bzw. Krankheitsgründen nicht mehr regelmäßig an unseren Treffen teilnehmen.

Das Durchschnittsalter der Ritterbrüder in unserer Westfälischen Genossenschaft liegt bei 67 Jahren (Stand März 2020) und aktuell in unserer Subkommende mit 72 Jahren auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau.

Als ich vor 17 Jahren in den Orden aufgenommen wurde, umfasste unsere Subkommende 28 Ritterbrüder; der Altersdurchschnitt in unserer Genossenschaft lag bei 64 und in unserer Subkommende bei 68 Jahren. Der Anstieg des Durchschnittsalters spiegelt nicht nur den demographischen Wandel unserer Bevölkerungsstruktur wider, sondern auch das Problem, wie schwer es sich für kleinere bis mittelgroße Subkommenden gestaltet, jüngere Ritterbrüder für den Orden zu gewinnen.

Unsere Gemeinschaft trifft sich einmal im Monat – außer im Sommermonat Juli. Weil das Autofahren in der Dunkelheit den Ritterbrüdern zunehmend Probleme bereitet, treffen wir uns in der dunklen Jahreszeit vorzugsweise am letzten Samstagnachmittag im Monat.

Wechselweise finden unsere Zusammenkünfte in den Häusern der Ritterbrüder statt und je nach den örtlichen Gegebenheiten sind die Damen mit eingeladen. Wir beginnen in der Regel mit einer Andacht, der ein Vortrag folgt und schließen mit einem geselligen Beisammensein. Entweder gestaltet ein externer Referent oder der Hausherr unsere Treffen, und je nach Interesse umfassen die Themen theologische, geschichtliche, gesellschaftliche, kulturelle oder ordensbezogene Fragen.

Weiteres Engagement basiert auf der Mitgliedschaft von Ritterbrüdern bzw. deren Ehefrauen in der JHG-Detmold und in der Flüchtlingshilfe. Ferner unterstützen wir die Senioreneinrichtung Johanniter Stift Lügde und bedürftige Kinder in JUH-Einrichtungen des hiesigen Regionalverbandes.

Traditionell feiern wir den Johannistag mit einem festlichen ökumenischen Gottesdienst und anschließendem Sommerfest mit den Bewohnern des Johanniterstiftes in Lügde. Als Kuratoriumsmitglieder leisten Damen und Herren unserer Subkommende wertvolle Arbeit als Bindeglieder.

Das Verhältnis zu o.g. Ordenswerken, zur benachbarten JUH-Holzminden und zur SK Weserbergland sowie zur Johanniterschwesternschaft wird durch den regelmäßigen Austausch am „Runden Tisch“ gestärkt.

Andere Höhepunkte im gemeinschaftlichen Zusammensein unserer Subkommende bilden die jährlichen Rittertage der Westfälischen Genossenschaft und unsere Adventsfeiern mit Gottesdienst, dessen Kollekte in der Regel für einen guten Zweck gespendet wird.

Dank des außergewöhnlichen Engagements von Ritterbrüdern und ihren Ehefrauen haben wir es bereits siebenmal geschafft, eine mehrtägige Johanniterreise für unsere Subkommende zu organisieren. So eine Reise fördert enorm die Gemeinschaftsbildung untereinander und die Mitreisenden konnten sich geistlich, kulturell sowie geschichtlich fortbilden und auch Kulinarisches genießen.

Mein Wunsch für die Zukunft unserer Subkommende ist eine Verjüngung durch ordenszugewandten Nachwuchs, sodass die Kernzelle johanniterlicher Tätigkeit, wo Geist und Tat im Orden die engste Verbindung eingehen, weiter wachsen kann, damit es immer Menschen geben wird, die daran arbeiten, für den christlichen Glauben einzustehen, sowie das Leid und Elend der Welt geringer bzw. erträglicher zu machen im Sinne Bruder Gerhards.

Markus Lampe im Feb. 2021