Kambodscha: Umweltschutz macht Schule

Phnom Penh, 05. November 2018

Besseres Handeln basiert auf neuem Wissen und Umdenken. Besonders Kinder und Jugendliche sind dafür offen. In Kambodscha haben die Johanniter eine lokale Partnerorganisation bei der Gründung von Öko-Clubs an ländlichen Schulen unterstützt. Wo vor einigen Monaten noch Müll und Unrat das Schulgelände säumte, sorgen Lehrer und Schüler für saubere Verhältnisse. Zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt.

In der Grundschule Boss Leav in der Provinz Kratie läutet die Glocke. 25 Schülerinnen und Schüler füllen das Klassenzimmer. Ihr Thema heute ist der Schutz ihrer Umwelt. Sie gehören zu einem von zwei Öko-Clubs der Schule, die Teil eines umfassenden Projekts der Johanniter in Kambodscha sind. Bauernfamilien werden durch integrierte Landwirtschaft und einkommensschaffende Maßnahmen unterstützt. Zusätzlich werden sie über die Folgen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit sensibilisiert. Alle Maßnahmen zusammen sollen sie gegen drohende Armut und den Verlust ihrer Lebensgrundlagen widerstandsfähiger machen.

Die Öko-Clubs verbessern das Wissen über die Umwelt, die Bedeutung der natürlichen Ressourcen und der biologischen Vielfalt. Bewusst werden Kinder und Jugendliche in die Aktivitäten zur Sensibilisierung für die Umwelt einbezogen. Sie sind effektive Multiplikatoren, um Wissen auszutauschen und weiterzugeben. Sowohl in ihren Familien als auch in der breiteren Öffentlichkeit spielen die Clubs damit eine wichtige Rolle, das Verhalten zu ändern. Die Clubs von Boss Leav reihen sich in 36 weitere Öko-Clubs ein, die bis Ende 2018 in den Projektgebieten der Provinzen Stung Treng und Kratie gegründet werden.

Die Grundschule Boss Leav hatte bereits im August 2017 zwei Clubs mit Kindern im Alter von 8 bis 13 Jahren gegründet. Die jeweils 25 Mitglieder werden von zwei Schwerpunktlehrern geleitet, die an Workshops zu Themen wie Ernährung, Biodiversität und Ökosystem, Wald- und Wildtierressourcen, Abfallwirtschaft und Händewaschen teilgenommen haben. Sie teilten anschließend ihr Wissen mit den jungen Öko-Club-Mitgliedern, die es seitdem in konkreten Umweltaktivitäten anwenden. Sie pflanzen Bäume, sammeln Abfall, recyceln Materialien und organisieren einen jährlichen Umwelttag für ihre Schule und Dörfer.

Statt Müll verbrennen wird recycelt

Die Schüler aus dem Öko-Club haben aus alten Reifen und mit etwas Farbe ihren Spielplatz erweitert. Foto: Erika Piñeros

"Ich will die Umwelt schützen und wir können unsere Brüder und Schwestern unterrichten", sagt eine neunjährige Schülerin. An der Schule Boss Leav merkt man das. Vor dem Projekt wurde Müll einschließlich Kunststoff auf dem Feld neben dem Spielplatz verbrannt, Müll achtlos weggeworfen. Heute werden auf dem Schulgelände Recyclingbehälter verwendet und die Schule baute einen neuen Spielplatz für die Kinder, der Abfallwirtschaft und Recycling bewusst verbindet. Beim Spielplatzbau verwendeten Schüler alte Reifen und gaben ihnen einen neuen Zweck, an dem jetzt alle Kinder der Schule ihren Spaß haben.

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