Johanniter-Hochwasserhilfe: Anträge noch bis 31. Dezember möglich
Johanniter beenden nach fünfeinhalb Jahren Wiederaufbauhilfe das Antragsverfahren in Nordrhein-Westfalen
Die Johanniter schließen zum Jahresende das Antragsverfahren für finanzielle Unterstützungen im Rahmen ihrer Hochwasserhilfe ab. Betroffene können noch bis einschließlich 31. Dezember 2026 einen Antrag einreichen.
Nach der Hochwasserkatastrophe haben die Johanniter tausende betroffene Menschen beim Wiederaufbau und bei der Bewältigung der Folgen unterstützt – im Ahrtal und im Süden von NRW. Für die Hochwasserhilfe stehen aktuell noch begrenzte Restmittel zur Verfügung. Betroffene, bei denen weiterhin ein förderfähiger Unterstützungsbedarf besteht, können sich deshalb noch bis zum Jahresende um eine Unterstützung bewerben.
Interessierte sollten sich möglichst frühzeitig an die zuständige Hochwasserhilfe der Johanniter wenden, um zu klären, ob eine Antragstellung infrage kommt und welche Unterlagen dafür benötigt werden. Informationen zu den Hochwasserhilfe-Büros in Nordrhein-Westfalen finden Sie unter johanniter.de/hochwasserhilfe-nrw.
Nach dem 31. Dezember werden von den Johannitern keine neuen Anträge mehr angenommen. Die Johanniter weisen ferner darauf hin, dass eine Antragstellung keinen Anspruch auf Förderung begründet. Über eine Unterstützung wird nach Prüfung der jeweiligen Voraussetzungen und im Rahmen der noch verfügbaren Mittel entschieden.
Johanniter bleiben bis mindestens Ende 2027 vor Ort
Die Johanniter sind weiterhin für die Betroffenen vor Ort im Einsatz. Die drei Büros der Johanniter-Hochwasserhilfe in NRW in Stolberg, Erftstadt und Swisttal bleiben bis mindestens Ende 2027 geöffnet.
Erst im Juli hatten die Johanniter NRW ihre Fünf-Jahresbilanz von Soforthilfe bis Wiederaufbau veröffentlicht: Rund 20 Millionen Euro Spenden werden sie bis Ende 2027 für die Betroffenen zur Verfügung gestellt haben.
Hintergrund
Die Johanniter-Hochwasserhilfe in Nordrhein-Westfalen umfasst heute drei Projektbüros, aufsuchende Beratung, psychosoziale Unterstützung, Wiederaufbauhilfen, Angebote für Kinder, Jugendliche und Seniorinnen und Senioren sowie zahlreiche regionale Projekte zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Verwendung der Spendengelder erfolgt transparent nach festen Förderrichtlinien und unter Begleitung des unabhängigen Johanniter-Spendenrates. Die Johanniter planen, ihre Unterstützungsangebote bis mindestens Ende 2027 und ggf. auch darüber hinaus – in geeigneter Form – in den betroffenen Regionen zu verstetigen.
Bis Ende 2025 setzten die Johanniter NRW rund 14 Millionen Euro ein. Etwa die Hälfte floss in Einzelfallhilfen und den Wiederaufbau von Wohnraum sowie sozialer, kultureller und gemeinnütziger Infrastruktur. Die übrigen Mittel wurden für Beratungsangebote, Sozialarbeit, Tiny houses für Betroffene, Entlastungsprogramme für Kinder, Jugendliche und Familien sowie den Betrieb der drei Hochwasser-Projektbüros in Stolberg, Erftstadt und Odendorf verwendet. Rund 550 Einzelfallhilfen wurden bislang bewilligt. Die verbleibenden rund sechs Millionen Euro sind bereits bis Ende 2027 für weitere Hilfen fest eingeplant.