Magisches Zeltlager verzaubert 240 Kinder und Jugendliche

Großenkneten, 11. Juni 2019

Foto: Johanniter/Thanheiser

Am vergangenen Wochenende fand das diesjährige Landespfingstzeltlager (Lapfila) unter dem Motto „Johnnys Zauberschule“ statt. Aus allen Himmelsrichtungen aus Niedersachsen und Bremen kamen die Lehrlinge angeschwebt. Auf dem Zeltplatz „Sager Schweiz“ bei Großenkneten waren u.a. dabei: die Delmenhorster Drachen, die Hexenmeister der Alten Fleiwa, Dumbledore’s Armee aus Cloppenburg, die Zauberer von Garrel, die Nordseekobolde aus Aurich, die Wittmunder Feen, die Zauberlehrlinge aus dem Deister und die zauberhaften Mädels des Nordhannoverschen OV. Von weit weg apparierten die fantastischen Hauselfen aus dem LV Berlin/Brandenburg. Der OV Jeverland reiste nicht nur auf ihren magischen Besen an, sondern zauberte gleich eine ganze Feldküche herbei.

„Die lustigen Namen haben sich die Ortsverbände selber ausgedacht“, erklärt Landesjugendleiterin Laura Pegesa vom Ortsverband Verden, die zusammen mit ihrer Amtskollegin Lisa Buntefuß aus dem Ortsverband Deister, das Landespfingstzeltlager organisiert hatte. So stand das Thema Zauberei während des gesamten Pfingstzeltlagers, das hinter dem der Johanniter-Jugend des Landesverbands Nordrhein-Westfalen das zweitgrößte bundesweit ist, im Mittelpunkt. Angeboten wurden das Basteln von Zauberstäben, das Brauen von alkoholfreien Zaubertränken, ein Muggelgericht mit Lagerhochzeit, Feuerkelchbrotbacken, ein magisches Turnier im Gelände und ein Quidditch-Spiel, bei dem die Besen zwischen den Beinen weniger Flughilfe, sondern mehr ein Handicap beim Laufen waren.

Nur kurz gewirkt hatte der Wetterzauber. „Wir haben versucht den Regen wegzutanzen“, erzählt Lisa Buntefuß. Zunächst mit Erfolg. Am Samstag blieb es tagsüber trocken, doch abends setzte Starkregen ein. Fünf Zelte wurden überflutet, die Zauberschüler flüchteten mit ihren Sachen in die Feuerhütte. Dort wurden Schlafsäcke und Klamotten getrocknet, die Kinder konnten sich aufwärmen. Mithilfe von Paletten und weiteren Feldbetten wurden die Zelte wieder trockengelegt.

„Irgendwie gehört das dazu“, sagt Lisa Buntefuß. „Es ist ja auch ein bisschen Abenteuer.“ Als die heute 24-Jährige 1994 geboren wurde, nahm Jens Sommerfeld gerade an seinem ersten Landespfingstzeltlager teil. Seitdem war der ehemalige Landesjugendleiter immer dabei, ließ sich das Zeltlager auch dieses Mal nicht entgehen, obwohl er inzwischen in London lebt. Damit hatte er die weiteste Anreise. Die jüngste Teilnehmerin in diesem Jahr war erst zehn Monate alt, der älteste 63 Jahre.

Unter freiem Himmel feierte die Johanniter-Jugend am Pfingstsonntag mit Karsten Kümmel, Landespfarrer der Johanniter in Niedersachsen und Bremen, die Entsendung des Heiligen Geistes. Bernhard Gätjen, ehrenamtlicher Landesvorstand, stattete der Veranstaltung am Sonntag einen Besuch ab und überzeugte sich persönlich von den Zauberkünsten der Johanniter-Jugend.

Ehrungen und Abzeichen

Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Engagement der ehrenamtlichen Johanniter mit Leistungsabzeichen gewürdigt. Das Ehrenabzeichen erhielt Bernhard Gätjen. Mit Gold wurden Isabel Rusteberg (RV Südniedersachsen) und Nils Neumann (OV Jeverland) ausgezeichnet. Silber erhielt Laura Pegesa (Mitglied der Landesjugendleitung Niedersachsen/Bremen). Mit Bronze wurden Jan Gress (OV Hildesheim) und Markus Molkse (RV Weser-Ems) geehrt.

Das Landespfingstzeltlager der Johanniter-Jugend

Das Landespfingstzeltlager der Johanniter-Jugend findet alle zwei Jahre an verschiedenen Orten im Landesverband statt. Für das Gelingen solch einer Großveranstaltung braucht es ein starkes Team, das nicht nur für den Auf- und Abbau sowie den reibungslosen Ablauf sorgt, sondern auch ein offenes Ohr für die Teilnehmer hat. In diesem Jahr standen insgesamt 20 erfahrene ehrenamtliche Johanniter den Kindern- und Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite.

Ihr Ansprechpartner Bodo Dannhöfer

Kabelkamp 5
30179 Hannover