Eigener Abschnitt für Johanniter aus Weser-Ems

Stefan Greiber - Weser-Ems, 26. April 2013

Mehr als 90 Rettungskräfte aus elf Verbänden beim Kirchentag im Einsatz

Letzte Planung und das erste Kirchentags-T-Shirt: Markus Wedemeyer und Saskia Weerts, Auszubildende im Regionalverband Weser-Ems, freuen sich auf den Einsatz in Hamburg.

Mehr als 100.000 Dauerkarten wurden verkauft, erwartet werden insgesamt weit mehr als eine Million Besucher. Alleine für den Abend der Begegnung werden 500.000 Menschen erwartet. „Eine solche Veranstaltung ist für die Einsatzkräfte eine ganz besondere Herausforderung“, erklärt Markus Wedemeyer. Der Arzt und ehren-amtliche Ortsbeauftragte des Ortsverbandes Nordenham der Johanniter-Unfall-Hilfe ist der Einsatzleiter für die Regionalbereitschaft Weser-Ems für den 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag. Vom 1. bis 5. Mai unterstützen die Johanniter aus Weser-Ems mit 90 Einsatzkräften aus elf Ortsverbänden den Sanitätsdienst in Hamburg.

Neben dem gastgebenden Regionalverband Hamburg stellt Weser-Ems damit das größte Kontingent. „Dank unserer Regionalbereitschaft bringen wir nicht nur mehr als 90 Retter mit, sondern unsere eigene Führungsstruktur.“ Das sei für die Einsatzleitung ein großer Vorteil. „Sie haben uns einen eigenen Einsatzabschnitt gegeben und wissen, dass sie sich jetzt um nichts mehr kümmern müssen.“ Die Regionalbereitschaft Weser-Ems stellt ihren eigenen Dienstplan auf und sichert das Gelände ab. Eingesetzt werden sie am Strandkai. „Das ist zusammen mit dem Rathausmarkt der attraktivste Standort. Wir haben es wirklich gut getroffen“, freut sich Wedemeyer. Nicht nur die atemberaubende Hafenkulisse wird die Johanniter aus Weser-Ems die fünf Tage begleiten, auch die Veranstaltungen sind attraktiv. Unter anderem findet auf der Bühne am Strandkai die offizielle Eröffnung statt, bei der auch Bundespräsident Joachim Gauck dabei sein wird. „Für unsere Helfer ist das ein ganz besonderes Erlebnis“, betont Wedemeyer.

Denn alle Johanniter aus Weser-Ems sind ehrenamtlich im Einsatz, viele mussten sich sogar Urlaub nehmen, da der Donnerstag und Freitag ganz normale Arbeitstage sind. In Hamburg werden sie im Drei-Schicht-System rund um die Uhr im Einsatz sein und stellen neben der Unfallhilfsstelle am Strandkai auch die Einsatzreserve für die ganze Stadt Hamburg. Zwar sei das Publikum beim Kirchentag überwiegend friedlich, aber für einige sei es der Höhepunkt des Jahres. „Vor allem ältere Menschen überfordern sich da leicht, weil sie jede Veranstaltung mitnehmen wollen und vergessen, ausreichend zu trinken und zu essen“, erklärt der Arzt. Sorgen mache ihm zudem, dass für den Maifeiertag mehrere Demonstrationen angemeldet worden sind. „Wir gehen aber davon aus, dass diese die Innenstadt nicht erreichen werden“, so Wedemeyer.

Neben den 90 Sanitätern aus den Ortsverbänden Delmenhorst, Lingen, Norden, Nordenham, Oldenburg, Osnabrück, Varel, Wilhelmshaven, Wittmund, Ahlhorn und Edewecht sind aus Weser-Ems zudem 15 Helferinnen und Helfer der Feldküche des Ortsver-bandes Jeverland im Einsatz und unterstützen die Versorgung der Einsatzkräfte. Zahlreiche Jugendgruppenleiter der Johanniter-Jugend kümmern sich um die Kinderbetreuung. Zudem stellt der Regionalverband Weser-Ems 15 Fahrzeuge, darunter zwei Rettungswagen und die beiden Einsatzleitwagen aus Oldenburg und Osnabrück. „Insgesamt“, betont Wedemeyer, „sind wir sehr gut vorbereitet.“

Weitere Infos

Weiterführende Informationen zum Einsatz der Johanniter beim 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag finden Sie hier.