Voraussetzungen für den Hund

Hunde, die sich Menschen gegenüber als aggressiv erweisen, sind von der Rettungshundearbeit ausgeschlossen. Schutzhunde und Vertreter der sog. „Kampfhunderassen“ werden nur bei besonderer Eignung aufgenommen. Die Entscheidung liegt bei der Staffelführung. Herdenwachhunde betrachten wir generell als ungeeignet.
Der Hund ist haftpflichtversichert und hat jederzeit eine gültige Komplettimpfung incl. Zwingerhusten. Beides muss bei der ersten Vorstellung nachgewiesen werden. Der Hund ist frei von „ansteckenden“ Parasiten (Flöhe!) und wird regelmäßig entwurmt. Vorbeugender Floh- und Zeckenschutz wird dringend empfohlen. Vor Aufnahme in die Rettungshundestaffel sollte der Hund vom Tierarzt untersucht worden sein, ob er gesund und den körperlichen Belastungen gewachsen ist.

Der Hund ist, sofern er ausgewachen ist, auf HD zu röntgen.
Die Mindestgröße liegt etwa bei Cocker-Spaniel-Größe, die maximale Größe bei etwa 70 cm Stockmaß (großer Riesenschnauzer). Der Hundeführer muß in der Lage sein, seinen Hund selbst zu heben und zu tragen. Erfahrungsgemäß sind Vertreter der Arbeitsrassen (Hütehunde, Jagdhunde, Diensthunde) und deren Mischlinge besonders für die Ausbildung geeignet. Langhaarige Hunde (Bobtail etc.) müssen ggf. geschoren werden (dornige Vegetation). Rettungshunde sind für die ständige Zwingerhaltung ungeeignet. Das Höchstalter für den Beginn der Ausbildung liegt bei 2 Jahren, bei überragender Eignung bei max. 3 Jahren. Wir streben den Beginn der Ausbildung möglichst schon im Welpenalter an, sobald der Hund geimpft und im Haushalt eingewöhnt ist.

Eine gute Prägung und Grunderziehung ist Voraussetzung für die Ausbildung zum Rettungshund (beim Welpen läuft beides parallel). Eine weiterführende Ausbildung (Begleithund etc.) ist nicht erforderlich, wird aber gerne gesehen. Wichtig ist eine gute Bindung zum Hundeführer bei aufmerksamer Teilnahme an der Umwelt. Der Hund muss freundlich zu Menschen und zumindest neutral zu anderen Hunden sein, muss eine belastbare Motivationsfähigkeit (Spielzeug oder Futter) mitbringen, muss gelassen auf Umweltreize aller Art reagieren, sowie lauffreudig, ausdauernd und kletterfreudig sein. Der Hund muss an das Autofahren und den Aufenthalt im Auto gewöhnt sein.

Ihr Ansprechpartner Rico Merker

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V
Regionalverband Mittelhessen
Carl-Benz-Straße 4-6
35440 Linden