Mitarbeitende

Für unsere Mitarbeitenden war das Jahr 2025 vom Veränderungsprozess innerhalb der Organisation geprägt. Gleichzeitig haben wir konsequent Schutzmaßnahmen in allen Projekten verankert.

Auslandsbericht 2025

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Mitarbeitende

Teilhaben am Wandel

Umstrukturierung der Auslandshilfe 2025
Durch Transparenz und Teilhabe wurden alle Mitarbeitenden kontinuierlich in den Veränderungsprozess einbezogen.

Für unsere Mitarbeitenden in den Länderbüros und im Berliner Headquarter war das Jahr 2025 vor allem von der Entwicklung und Einführung unserer neuen globalen Struktur geprägt. 

Klar war von Anfang an: Die Veränderungen, die anstehen, sind umfangreich und stellen eine Herausforderung für alle dar. Um die Mitarbeitenden transparent zu informieren, was wann geplant ist, wurde ein klarer Veränderungs- und Kommunikationsplan erarbeitet. Denn Orientierung inmitten von Wandel ist wichtig. 

Dank Newsletter, Austauschformaten, digitalen Townhalls mit Updates zu Meilensteinen und strukturierter Feedbackschleifen wussten alle Kolleg*innen jederzeit, wo wir stehen und welche Schritte folgen. „Veränderung gelingt nur, wenn die Mitarbeitenden verstehen, warum sie passiert und welchen Weg wir gemeinsam gehen. Transparenz ist dafür unser stärkstes Werkzeug,“ betont die Leiterin der Personalabteilung Hannah Valère.

Die Mitarbeitenden gestalteten den Prozess aktiv mit. In internationalen Arbeitsgruppen haben sie Rollen und Verantwortlichkeiten partizipativ entwickelt und die Zusammenarbeit zwischen Länder-, Regional- und Bundesgeschäftsstellenebene neu definiert. Das oberste Ziel: die Organisation fit für die Zukunft machen, um humanitäre Hilfe auf hohem Niveau für Menschen weltweit zu leisten.

Parallel arbeiteten unsere Führungskräfte weiterhin an einer menschenzentrierten Organisationskultur, die Respekt, Transparenz und Verantwortlichkeit stärkt. Dazu gehörte die Einführung eines einheitlichen, globalen Vergütungssystems, das Fairness, Vergleichbarkeit und Mobilität fördert.

Angesichts globaler Herausforderungen beeindruckt uns die Resilienz unserer Teams. Ihr Engagement ermöglicht, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Hannah Valére, ehemalige Change-Managerin, jetzt Leiterin Personal

Neues Organigramm der Auslandshilfe

Ergebnis der Umstrukturierung: eine dezentrale Struktur, die regionale Vernetzung fördert und unsere Länderbüros gezielt stärkt. Dabei konzentrieren wir uns künftig auf das Engagement in Afrika, Asien und Europa.

So haben Mitarbeitende den Veränderungsprozess erlebt

Gemeinsame Herausforderung
Yesani Kapanda, Regionaler Koordinator für Mittelbeschaffungen, Region Afrika

“Der Prozess war für alle herausfordernd, aber zugleich sehr wichtig. Wir haben eine neue Struktur und neue Arbeitsweisen definiert, die wir jetzt gemeinsam umsetzen. Sehr hilfreich waren die regelmäßigen Austauschtreffen, um Rollen zu klären, Fragen stellen zu können und unsere Perspektiven einzubringen. Wenn es Veränderungen gibt, ist es wichtig zu verstehen, warum sie nötig sind und inwiefern sie unsere Arbeit verbessern werden. Dieses Verständnis wurde durch den offenen Austausch gefördert. Ich habe habe an der Festlegung der Prozesse für die Mittelbeschaffung und die Spenderbetreuung mitgewirkt. Auch zur Gestaltung der neuen regionalen Struktur für Afrika habe ich einen Teil beigetragen.  Die umgesetzten Veränderungen sorgen dafür, dass wir uns an neue Rahmenbedingungen anpassen können und angesichts weniger Ressourcen effizienter arbeiten. Gleichzeitig haben wir mehr Gestaltungskraft in die Länder verlagert und eine klarere regionale Struktur geschaffen. Der Wandel hilft uns, die Ziele unserer Strategie auch zukünftig effizient zu verfolgen.”

Sereen Said, Referentin für Finanzen, Verwaltung und Personal, Region Naher Osten

“Der Veränderungsprozess hat direkte Auswirkungen auf meine täglichen Aufgaben und auch auf meine Rolle im Bereich Human Resources hier in der Region. Die Umstrukturierung hat dazu geführt, dass an meinem Arbeitsort in Amman ein Regionalbüro innerhalb der neuen Struktur eröffnet wurde, so dass wir viele Prozesse anpassen mussten. Die Veränderungen brachten Unsicherheiten mit sich, aber auch jede Menge Chancen. Wir haben vieles neu gedacht und überprüft, was am besten funktioniert. Ich habe im Prozess unter anderem den Bereich Kommunikation und das Veränderungsmanagement unterstützt, indem ich auf Fragen und Impulse der Mitarbeiter eingegangen bin und einen offenen Dialog gefördert habe. Transparenz und Austausch schätze ich sehr. Ich arbeite seit mehr als sieben Jahren für die Johanniter. Deshalb fiel es mir schwer, mitzuerleben, wie Kolleg*innen die Organisation verließen und Büros geschlossen wurden. Mir war aber klar, dass wir den Wandel brauchen. Ich habe Vertrauen in die neue Ausrichtung der Organisation und bin optimistisch und motiviert. Ich weiß aber auch, dass wir kontinuierlich lernen und Anpassungen vornehmen müssen.”

 

 

 

 

 

2025 Auf einen Blick

320
Mitarbeitende
der Johanniter und unserer Partner wurden zum Thema Safeguarding geschult.
76.675
Menschen
mit denen wir in unseren Projekten arbeiten haben wir mit unseren Safeguarding-Aktivitäten erreicht.
80
Prozent
nationale Mitarbeitende in unseren Länderbüros.
314
hauptamtliche
Mitarbeitende

Schutz als Grundsatz unserer Arbeit

Safeguarding in der Auslandshilfe
"Sag deine Meinung und äußere Bedenken": Das Poster zeigt Möglichkeiten für jeden, der mit unserer Arbeit in Berührung kommt, auf, um auf Verstöße gegen unsere Safeguarding-Richtlinien hinzuweisen. Die Meldungen werden vertraulich behandelt und unabhängig geprüft.

„Safeguarding“ bedeutet, dass wir uns gemäß internationalen Standards und darüber hinaus verpflichten, das physische und psychische Wohlergehen aller Menschen zu schützen, die in Berührung mit unserer Arbeit kommen. Dafür haben wir 2025 eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt.

So haben wir die Prinzipien des Safeguardings systematisch in alle Projektaktivitäten integriert. „Um Menschen wirkungsvoll zu schützen, denken wir das Thema in allem, was wir tun von Anfang an mit“, erklärt Safeguarding-Advisor Samuel Maniwana. So wurden in Mosambik relevante Dokumente für Mitarbeitende überarbeitet, in Ecuador Richtlinien und Strukturen überprüft und etwaige Lücken geschlossen. Audits brachten Erkenntnisse darüber, was vor Ort noch nötig ist. Neuerungen für den Bereich Personal wie ein Backgroundcheck und der Nachweise von Safeguarding-Kenntnissen wurden ebenfalls eingeführt.   

Außerdem haben wir 320 neue und bestehende Mitarbeitende geschult. In Trainings lernten sie Richtlinien und Maßnahmen zur Vorbeugung von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und Belästigung sowie Schutzmechanismen für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt kennen. Weitere Inhalte: der Verhaltenskodex der Johanniter, die Anwendung von Feedback-Mechanismen und die Frage, wie Beschwerden und Vorfälle bei Verdacht auf Fehlverhalten gemeldet werden können.  

Ein Meilenstein für die Johanniter ist die Registrierung im Reporting-Scheme der CHS-Allianz. „Hier veröffentlichen Organisationen Informationen über Fälle von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und Belästigung. Das zahlt auf unsere Rechenschaftspflicht ein und unterstützt die Vorbeugung solcher Fälle im gesamten Sektor“, erklärt Mandiwana. 

Um Safeguarding weiter konsequent in unserer Arbeit umzusetzen, diskutieren die zuständigen Kolleg*innen der Länderbüros regelmäßig Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze. 2026 rollen Mandiwana und sein Team organisationsweit einen E-Learning-Kurs zum Thema Safeguarding aus, der dann auch für Partnerorganisationen verfügbar sein wird. 

In allem was wir tun, denken wir von Anfang an mit, wie wir die Menschen dabei wirkungsvoll schützen können.
Samuel Mandiwana, Verantwortlicher für Safeguarding