Ernährung und Einkommen sichern
Gesundheit durch Lebensgrundlagen sichern
Menschen stärkenDie Gesundheit von Menschen in vulnerablen Situationen steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Damit sich ihre Lage nachhaltig verbessert, beinhalten unsere Programme auch Maßnahmen zur Einkommens- und Ernährungssicherung, damit Gemeinden widerstandsfähiger gegen Krisen werden.
Damit diese Unterstützung langfristig wirkt, beginnt jede Maßnahme mit einem genauen Blick auf die Situation vor Ort: Welche Herausforderungen gefährden die Lebensgrundlagen der Menschen? Gemeinsam mit Gemeinden entwickelt die Johanniter und die lokalen Partner passgenaue Lösungen, die an bestehende Fähigkeiten anknüpfen. So entstehen Strategien, die Menschen stärken, den Umgang mit Umwelt- und Klimafolgen verbessern und Perspektiven für die Zukunft schaffen – sensibel für kulturelle und geschlechtsspezifische Bedürfnisse.
Ernährungssicherung und Einkommen
Südsudan
Wie Ernährungssicherung und Einkommen Hand in Hand gehen, zeigt ein Projekt im Südsudan. Im kleinen Dorf Roc Roc haben sich 30 Frauen zu einer Farmerinnengruppe zusammengeschlossen. Auf kleinen Parzellen bauen sie Okra, Auberginen, Tomaten, Bohnen, Zwiebeln und Wassermelonen an. Schulungen zu klimaangepassten Anbaumethoden ermöglichen ihnen eine erfolgreiche Ernte auch unter schwierigen Bedingungen. Die Landwirtschaft sichert den Frauen nicht nur die Versorgung ihrer Familien mit gesunden Lebensmitteln, sondern schafft auch Einkommen: Überschüsse werden verkauft, um Schulgebühren zu bezahlen oder Vieh anzuschaffen. Gleichzeitig haben sie eine Spargruppe gegründet, die Kleinstkredite vergibt. Ihr Wissen geben die Frauen an andere weiter und das ganze Dorf profitiert.
Ein Bauer wagt Veränderung
Kambodscha
Der 34-jährige Kleinbauer Chea Phearom aus Kambodscha stand vor großen Herausforderungen: Überschwemmungen zerstörten Teile seiner Ernte, darunter Maniok und Gemüse. Über unseren lokalen Partner erhielt er ein Gewächshaus und Schulungen zu klimaangepassten Anbaumethoden. Heute baut er vor allem Pak Choi und Gurken an. Bereits nach sechs Wochen kann er rund 100 Kilogramm Pak Choi ernten und auf dem Markt verkaufen – eine wichtige Einnahmequelle für seine Familie. Besonders wertvoll ist für Chea Phearom das Wissen über nachhaltige Landwirtschaft. Aus Kuhdung und Pflanzenresten stellt er Kompost her, verbessert die Bodenqualität und stärkt langfristig seine Erträge. So gelingt es ihm zunehmend, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen und seine Lebensgrundlage widerstandsfähiger zu machen.