Bundesweite Aktion – Herzwochen: Vorhofflimmern erhöht das Schlaganfallrisiko
Vorhofflimmern kann ohne spürbare Beschwerden auftreten und dennoch das Schlaganfallrisiko erhöhen. Deshalb sind eine gesicherte Diagnose, die individuelle Einschätzung des Schlaganfallrisikos und eine darauf abgestimmte Behandlung entscheidend. Deswegen: Früherkennung ist wichtig – ein EKG hilft!
Im Rahmen der jährlichen bundesweiten Aktion „Herzwochen“ der Deutschen Herzstiftung laden unsere Kardiologie sowie unsere Zentrale Notaufnahme des Johanniter-Krankenhauses in Rheinhausen am 18. November 2026 um 16 Uhr zum Infoabend ein.
„Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern erkennen und handeln“ – lautet das diesjährige Motto der Deutschen Herzstiftung. In Rheinhausen informieren Chefarzt Prof. Dr. Gunnar Plehn und Oberarzt Antonios Giannikakis aus der Kardiologie sowie Chefärztin Maria Regina Jakobs aus der Zentralen Notaufnahme über aktuelle Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Im Anschluss finden praktische Übungen zur Wiederbelebung statt. Der Eintritt ist frei.
Was ist Vorhofflimmern?
Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, bei der elektrische Störimpulse die geordnete Aktivität der Herzvorhöfe beeinträchtigen. Die Vorhöfe ziehen sich nicht mehr koordiniert zusammen, sondern „flimmern“. Die auslösenden elektrischen Impulse entstehen häufig im Bereich der Lungenvenen, die in den linken Vorhof münden. Der Herzschlag wird dadurch typischerweise unregelmäßig und kann beschleunigt sein.
Mögliche Symptome sind:
- Herzstolpern, Herzklopfen oder Herzrasen
- ein unregelmäßiger Puls
- nachlassende Belastbarkeit und allgemeine Leistungsschwäche
- Luftnot, besonders bei körperlicher Belastung
- Schwindel
- Brustschmerzen oder ein Engegefühl im Brustkorb
Nicht alle Betroffenen bemerken die Rhythmusstörung. Gerade das macht Vorhofflimmern tückisch. Fehlende Beschwerden schließen weder die Erkrankung noch ein erhöhtes Schlaganfallrisiko aus. Für eine gesicherte Diagnose ist eine ärztlich beurteilte EKG-Aufzeichnung erforderlich.
Die bekanntesten Risikofaktoren:
- Höheres Lebensalter
- Bluthochdruck
- Herzschwäche und Herzklappenerkrankungen
- Koronare Herzkrankheit
- Diabetes mellitus
- Übergewicht und Adipositas
- Obstruktive Schlafapnoe
- Übermäßiger Alkoholkonsum und Bewegungsmangel
Vorhofflimmern ist nicht Kammerflimmern
Vorhofflimmern betrifft die Herzvorhöfe. Es ist in der Regel nicht unmittelbar lebensbedrohlich, kann aber schwerwiegende Folgen haben.
Kammerflimmern betrifft die Herzkammern und führt zum Kreislaufstillstand. Es erfordert sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen.
Infoabend „Vorhofflimmern“
Mittwoch, 18. November 2026, 16 bis 18 Uhr
Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen, Ohletz-Saal
Kreuzacker 1–7, 47228 Duisburg