Drittes interkulturelles Fußballturnier in Aurich
Im Stadion am Ellernfeld standen Spaß und Faiplay im Vordergrund - auf dem Gelände befanden sich auch Start und Zieleinlauf des Ostfriesischen Freiheitsmarschs
Wer sich für Sport begeistert, den zog es am Samstag, 20. Juni in das Stadion am Ellernfeld in Aurich. Dort war nicht nur der Start und der Zieleinlauf des Ostfriesischen Freiheitsmarschs aufgebaut, sondern dort fand auch das dritte interkulturelle Fußballturnier statt. Angetreten waren vier Mannschaften, zwei bestehend aus Bewohnenden der Gemeinschaftsunterkünfte der Johanniter-Unfall-Hilfe, Ortsverband Aurich und der KVHS (Kreisvolkshochschule) und die SG Norden/Norddeich, sowie die B-Mannschaft des PSV Norden. Schlussendlich konnte die SG Norden/Norddeich mit Siegen in allen Spielen das Turnier für sich entscheiden. Die Mannschaften spielten je zweimal gegen jeden auf dem Kleinfeld. Jedes Team bestand aus sechs Spielenden und einem Torwart. Dabei wurde es mit der Teamzugehörigkeit nicht allzu genau genommen und einzelne Spielende wechselten auch mal zum Gegner. Der Spaß, das Miteinander und sportliche Fairness standen im Mittelpunkt - nicht der Sieg nach Punkten.
Helfende aus dem Ortsverband Aurich übernahmen die Versorgung der Spielenden mit reichlich Wasser an diesem heißen Samstag: Erfrischenden Speisen, wie Obst, aber auch herzhaften Hot Dogs. Kühlpacks mussten zum Glück nur selten herausgegeben werden. Auricher Süssmost und Edeka Coordes gebührt besonderer Dank für die Obst-Spende.
Weitere Helfende begleiteten das Läuferfeld beim Ostfriesischen Freiheitsmarsch. Hierfür wurde auch ein Fahrrad der Fahrradstaffel des Regionalverbandes Weser-Ems eingesetzt.
Die Idee zum Fußball-Projekt entstand im März 2024. Seit Juni 2024 finden regelmäßige Trainings statt. Einige Spielende sind bereits in Vereine eingetreten und aktive Spielende. Das erste interkulturelle Turnier fand am 13. Juli 2024 statt, organisiert von Johanniterin Anna Behrendt. Ziel ist es, für mehr Austausch zwischen den Bewohnenden, Vereinen und Firmen zu sorgen. Im besten Fall können Kontakte geknüpft werden, die in weitere Vereinsmitgliedschaften aber auch in Anstellungsverhältnisse oder Freundschaften münden. Die Erfahrung zeigt, dass Sprachbarrieren kaum eine Rolle spielen und Werte wie Fairness und Teamgeist auf dem Platz gelebt werden. Anfang 2026 gewann eine Mannschaft aus Bewohnenden der Auricher GUK der Johanniter und der Kreisvolkshochschule und des PSV Norden das Norder Hallenturnier.