29.05.2026 | Regionalverband Hamburg

Duo Day 2026: Erste Hilfe für alle erlebbar machen

Duo Day bei den Johannitern Hamburg: Neun junge Erwachsene mit Behinderung erkunden die Rettungswache und lernen lebensrettende Grundlagen kennen – ein Vormittag voller Begegnung, Begeisterung und neuer Impulse.

Teilnehmende des Duo Day erhalten bei den Johannitern Hamburg praxisnahe Einblicke in Erste Hilfe und Rettungsdienst. Ein Rettungsdienstmitarbeiter erklärt medizinische Ausrüstung an einem Einsatzfahrzeug im Freien.

Wie sieht ein Rettungswagen eigentlich von innen aus? Was steckt alles in einem Verbandskasten? Und wie rufe ich Hilfe, wenn jemand diese benötigt? 

Diesen Fragen gingen die Teilnehmenden auf den Grund – beim Duo Day im Regionalverband Hamburg der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Zwischen 10 und 12 Uhr verwandelte sich die Regionalgeschäftsstelle in der Helbingstraße in einen Ort des gemeinsamen Lernens und Entdeckens. 

Die Teilnehmenden von „Leben mit Behinderung Hamburg" erhielten einen praxisnahen Einblick in die Welt der Ersten Hilfe und des Rettungsdienstes – angepasst an ganz unterschiedliche Lernvoraussetzungen und Kommunikationswege.

Rettungswagen zum Anfassen

Besonderes Highlight des Vormittags: die Besichtigung der Einsatzfahrzeuge. Rettungswagen und Krankenwagen konnten aus nächster Nähe erkundet werden – eine Gelegenheit, die bei den Teilnehmenden für leuchtende Augen sorgte. „Die Teilnehmenden waren unglaublich interessiert und mit viel Freude dabei. Gerade die praktischen Einblicke und die Nähe zu den Fahrzeugen haben viele begeistert", berichtet Lasse Nielsen,  stellv. Leitung Fachbereich Ausbildung.

Erste Hilfe – verständlich für alle

Im Mittelpunkt stand ein bewusst niedrigschwellig gestaltetes Erste-Hilfe-Angebot. Statt klassischer Ersthelfer-Ausbildung ging es darum, lebensrettende Grundlagen für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen: das Versorgen kleinerer Wunden, das Erkennen von Gefahrensituationen und vor allem – das Holen von Hilfe.

Unterstützt wurde das Angebot durch speziell entwickelte Bildungskisten mit Materialien in leichter Sprache und visuell unterstützter Form. Quizspiele, Memory-Karten, Bildsymbole zur Kommunikation und echte Verbandsmaterialien zum Anfassen machten abstrakte Begriffe greifbar. Denn unter den Teilnehmenden befanden sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen – darunter Rollstuhlfahrer*innen, Menschen mit Autismus oder Trisomie 21 sowie Personen, die nicht verbal kommunizieren. 

Begegnung auf Augenhöhe

Der bundesweite Duo Day schafft Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung und ermöglicht Einblicke in verschiedene Berufsfelder. Für die Johanniter Hamburg war der Vormittag zugleich ein wertvoller Impuls: Ob inklusive Erste-Hilfe-Angebote künftig regelmäßiger stattfinden können, wollen die Beteiligten nach den positiven Erfahrungen gemeinsam beraten.

Wir bedanken uns herzlich bei „Leben mit Behinderung Hamburg", allen Begleitpersonen und den engagierten Mitarbeitenden vor Ort für diesen gelungenen gemeinsamen Vormittag.