Festlich eingeweiht: Neues Johanniter-Stift mitten in Magdeburg
„Es ist gelungen. Danke an die Johanniter, die Sachsen-Anhalt mit dieser Einrichtung ein Stück schöner machen“, sagte Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, in seinem Grußwort zur feierlichen Eröffnung des Johanniter-Stifts im Altstadtquartier am 8. April in Magdeburg. Er betonte ausdrücklich, wie wichtig es ist, was kirchliche Einrichtungen in seinem Bundesland „auf den Weg gebracht haben“.
Zur Feier waren rund 100 Gäste gekommen, unter ihnen der Ministerpräsident, Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris, der Herrenmeister des Johanniterordens, S. K. H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen, und Ordensoberin Dorothee Lerch.
Das neue Stift bietet 88 Plätze in der Langzeitpflege an sowie neun betreute Wohnungen. Medizinische und kulturelle Einrichtungen sowie Einkaufsmöglichkeiten befinden sich ganz in der Nähe. Es entstand aus einem alten Gebäude, einem über 200 Jahre alten Krankenhaus. Seither werde hier Nächstenliebe gelebt, so die Oberbürgermeisterin. Sie bedankte sich dafür, dass ein historischer Teil der Stadt erhalten geblieben ist und in die Zukunft geführt wird.
Für S. K H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen ist es von zentraler Bedeutung, dass es gerade in diesen bewegten Zeiten Orte der Nächstenliebe und Nähe gibt, in denen die Johanniter Verantwortung übernehmen. „Es ist ein großartiges Haus“, erklärte er nach der Besichtigung und dankte allen, die an der Entstehung der Einrichtung mitgewirkt haben.
Gerade angesichts so mancher Insolvenzen in der Branche sei die Eröffnung schon etwas Besonderes, betonte Lutz Gebhardt, Geschäftsführer der Johanniter Seniorenhäuser GmbH. Zugleich: „Der Bau hat alle Beteiligten sehr gefordert“, so Oliver Teßmer, Niederlassungsleiter des Regionalzentrums Ost der Johanniter Seniorenhäuser GmbH. „Doch die Reise hat sich gelohnt.“
Oberkirchenrat Christoph Stolte, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland, ging auf die Diskussionen um die Finanzierbarkeit von Pflege ein: „Der alte Menschen ist niemals das Problem. Wir haben ein Problem mit Organisation, Finanzierung“ etc. Und: „Ich wünsche Ihnen den Blick auf den Reichtum des Lebens, den ältere Menschen in sich haben.“