30.06.2026 | Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen

Gemeinsam für den Ernstfall geübt

Johanniter sichern bei Großübung NEXUS die Verpflegung von rund 600 Beteiligten

Am vergangenen Wochenende fand in Bonn die Katastrophenschutz-Großübung NEXUS statt. Rund 500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Technischem Hilfswerk, Rettungsdienst, Ordnungsamt und Polizei trainierten gemeinsam den Ernstfall. Im Mittelpunkt stand der strategische Patiententransport: Nach einem fiktiven Schadensereignis und Eintreffen eines Lazarettzuges wurde die Aufnahme, medizinische Erstversorgung und der Weitertransport in die Krankenhäuser, von einer großen Anzahl verletzter und erkrankter Menschen geübt. Ziel war es, die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen sowie die Abläufe im Katastrophenfall weiter zu stärken.

Neben Mitarbeitenden aus dem Rettungsdienst Bonn und Neunkirchen-Seelscheid, die in den Bereichen Behandlungsplatz und Patiententransport eingesetzt waren, war auch die Johanniter-Katastrophenschutzeinheit „Einsatzeinheit BN 03“ aus dem Ortsverband Bonn mit 14 ehrenamtlichen Einsatzkräften vor Ort. Gemeinsam mit der „Einsatzeinheit BN 04“ der Malteser übernahmen sie im Einsatzabschnitt Verpflegung die Versorgung von rund 500 Übungsbeteiligten – darunter Einsatzkräfte, Mimen und Beobachtende. Die Einsatzleitung des Abschnitts Verpflegung lag bei der Zugführerin der Einsatzeinheit 03 Stefanie Krupke.

Die hochsommerlichen Temperaturen machten den Einsatztag für alle Beteiligten besonders anspruchsvoll. Aufgrund der angespannten Wetterlage mit Hitze und drohendem Unwetter entschied sich die Übungsleitung, das Szenario vorzeitig zu beenden, um die Einsatzkräfte - vor allem den Rettungsdienst* - nicht zusätzlich zu belasten. Dennoch waren die eingesetzten Kräfte den ganzen Tag über einer hohen körperlichen Belastung ausgesetzt.

Diese Temperaturen waren eine besondere Herausforderung, auch im Hinblick auf die Verpflegung. Deshalb wurde das Verpflegungskonzept gezielt darauf abgestimmt: Neben ausreichend Trinkwasser gab es isotonische Getränke wie Apfelschorle sowie frisches Obst. Bananen lieferten schnelle Energie und natürliche Kohlenhydrate. Die Essensausgabe wurde in einer Halle eingerichtet, um möglichst angenehme Temperaturen für alle Beteiligten zu schaffen.

Die Übung zeigte eindrucksvoll: Eine funktionierende Verpflegung ist ein wichtiger Baustein im Katastrophenschutz. Sie trägt dazu bei, dass Einsatzkräfte auch unter anspruchsvollen Bedingungen leistungsfähig bleiben und ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen können.