15.10.2026

Gerhardsvesper: Zusammenhalt als Zeichen der Hoffnung

Zum 21. Mal feierten jetzt die Ritterorden der Malteser und Johanniter mit ihren Hilfsorganisationen in der Klosterkirche Wennigsen die ökumenische Gerhardsvesper. Dort ging es um Hoffnung: Sie ist immer da, auch wenn das Weltgeschehen oft dunkel anmutet

Dienstag, 13. Oktober 2026; es ist der Gedenktag des Seligen Gerhard. Er war im 11. Jahrhundert Leiter einer Bruderschaft, die unter anderem ein Hospiz in Jerusalem führte. Aus der Spitalbruderschaft ging später ein geistiger Ritterorden hervor; die gemeinsame Wurzel von fünf heute bestehenden Johannesorden – vier evangelische Orden in Deutschland, England, Schweden und Niederlande sowie die katholischen Malteser. In der Klosterkirche Wennigsen sprach die Gemeinschaft nach dem feierlichen Einzug der Ordensmitglieder sowie der Ehrenamtlichen denn auch das gemeinsame Gebet der fünf Johannesorden.


Die Webpräsenz der fünf Johannesorden finden Sie hier


Dankbarkeit und Hoffnung waren die zentralen Begriffe, die in der Predigt zur Sprache kamen. Diese hielt Dr. Stephan Schaede, Vizepräsident der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) im Kirchenamt Hannover. „Werfen wir einen Blick auf Gottes Welt im Oktober 2026“, sagte er. Dort sehe es weithin düster aus: die Auswirkungen der Trump-Regierung in den USA, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern und das menschliche Leid sowohl in Israel als auch in Gaza – die Liste wirkt schier endlos. Woraus kann also im praktischen Alltag dennoch Hoffnung entstehen? „Durch Zusammenwirken“, betonte Dr. Schaede. Gemeint ist unter anderem mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft. Aber auch im ökumenischen Sinn der Gerhardsvesper: Zusammenhalt zwischen den Hilfsorganisationen; darunter eben die Malteser und Johanniter mit ihren Ritterorden. Genau der Zusammenhalt also, den beide Orden seit 2005 regelmäßig in der Klosterkirche Wennigsen mit der Gerhardsvesper festigen. 


Alles rund um das Ehrenamt bei uns im Regionalverband Niedersachsen Mitte


„Die Arbeit der Hilfsorganisationen können wir nicht hoch genug schätzen; auch das ist Hoffnung!“, sagte Ludolf v. Klencke, Leiter der Subkommende Calenberg. Er hatte gemeinsam mit Peter Deselaers, Vorsitzender der Delegation Nord der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteserritterordens, zur Gerhardsvesper eingeladen. Viele Gäste aus beiden Orden waren dabei. Der Regionalverband Niedersachsen Mitte der JUH war u.a. durch Vorstandsmitglied Dr. Robin Schwerdtfeger vertreten. Die drei Ortsverbände Deister, Wunstorf-Steinhuder Meer sowie Landesbergen waren mit ehrenamtlichen Kontingenten dabei. Gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst in der Diözese Hildesheim lud der Regionalverband nach dem Gottesdienst zu Begegnung und Austausch in den Klostersaal ein.

Die Kollekte erfolgte zugunsten der Hospiz- und Begleitdienste der Johanniter und Malteser.