Johanniter bei internationaler Katastrophenschutzübung in Lissabon
Stefan Urban aus Donauwörth war dabei
Vom 26. bis 31. Januar nahm das Johanniter Emergency Medical Team (EMT) an der großen internationalen Katastrophenschutzübung „EU Modex“ in Lissabon teil. Ziel war es, die Einsatzfähigkeit der Teams bei einem verheerenden Erdbeben und einem Tsunami zu testen. Eine Unterstützungsmaßnahme kam dabei aus Donauwörth: Stefan Urban, Bereitschaftsleiter und engagierter Ehrenamtlicher der Johanniter, begleitete das Team und brachte wertvolle Erfahrungen und Eindrücke mit zurück.
„Es ist beeindruckend, Teil eines so großen internationalen Einsatzes zu sein“, sagt Stefan Urban, der bereits bei zahlreichen Katastrophenhilfe-Einsätzen der Johanniter involviert war. „Die Übung in Lissabon war ein weiterer Schritt in der kontinuierlichen Verbesserung unserer Fähigkeiten. Besonders der logistische Aufwand, von der Anreise bis zum Einsatz, zeigt, wie wichtig es ist, als Team gut zusammenzuarbeiten.“
Um das Material für den Einsatz vor Ort nach Lissabon zu transportieren, mietete das Team einen 7,5-Tonner Lkw an und fuhr zusammen mit einem 40-Tonner Lkw von Frankfurt/Main bis nach Lissabon. Dort angekommen, mussten die Teams schnell ihre Operationen starten, als das simulierte Erdbeben und der Tsunami die Stadt heimsuchten.
Stefan Urban, der als einer der Ehrenamtlichen bei der Übung mitwirkte, berichtet: „Die Übung war nicht nur eine Herausforderung auf medizinischer Ebene, sondern auch eine logistische Meisterleistung. Wir haben das Material schnell entladen und die Notfallstation aufgebaut. Als ich den 7,5-Tonner und den großen 40-Tonner wieder beladen habe, war das ein echtes Gefühl der Erleichterung, zu wissen, dass alles reibungslos verlief.“
Das Szenario der Übung umfasste ein Erdbeben der Stärke 8,5 auf der Richterskala, das verheerende Schäden anrichtete und viele Verletzte forderte. Der anschließende Tsunami verschärfte die Situation weiter. Insgesamt 322 Teilnehmende aus sieben Nationen nahmen an der Übung teil, darunter auch Teams aus den Niederlanden, Spanien, Ungarn, Italien und Portugal.
Für Stefan Urban und seine Kolleginnen und Kollegen der Johanniter war diese Übung ein weiterer wichtiger Schritt, um ihre Kompetenz und ihre Fähigkeiten in der internationalen Katastrophenhilfe zu festigen. „Wir sind stolz darauf, als Johanniter international anerkannt und zertifiziert zu sein. Diese Übung hat uns noch einmal gezeigt, wie wichtig es ist, als Team schnell und effizient handeln zu können“, so Urban.
Das Emergency Medical Team der Johanniter ist eine von wenigen in Deutschland zertifizierte und registrierte Einheit und erfüllt höchste internationale Standards. Es unterstützt nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit bei humanitären Katastrophen, die schnelle medizinische Hilfe erfordern. „Die EU-Modex-Übung war ein großartiges Beispiel für die Zusammenarbeit und den internationalen Austausch unter den Katastrophenschutzorganisationen“, betont Urban.
Bilder: Stefan Urban