Johanniter Ostwestfalen im Einsatz in den Hochwassergebieten
Die ehrenamtlichen Einheiten der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Bielefeld und Paderborn versorgten Betroffene und Einsatzkräfte
Seit den schweren Unwettern in der letzten Woche sind rund 600 Einsatzkräfte der Johanniter Nordrhein-Westfalen in den betroffenen Gebieten im Einsatz.
Am Mittwoch alarmierten die zuständigen Hauptverwaltungsbeamten eine Untergruppe der Bezirksbereitschaft Bielefeld, bestehend aus Johanniter Unfall-Hilfe und der Löschabteilung Jöllenbeck der Bielefelder Feuerwehr. Gemeinsam bilden beide Abteilungen einen Logistik- bzw. Dienstleisterzug, der als Einheit für den Katastrophenschutz konzipiert und ausgestattet ist. Der Zug rückte nach Hagen aus. Dort verpflegten und versorgten sie die in der Bergung und Rettung eingesetzten Kräfte und stellten deren sanitätsdienstliche Versorgung sicher. Außerdem versorgten sie noch ein Seniorenheim mit 25 Mahlzeiten. 17 Helferinnen und Helfer, darunter ein Arzt, waren vor Ort. Sechs Fahrzeuge fuhren nach Hagen, mit dabei die Feldküche des Ortsverbandes.
Am nächsten Tag ging es schon weiter. Zusammen mit der Löschabteilung Jöllenbeck der Feuerwehr Bielefeld rückten unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nach Euskirchen aus. Am dortigen Kreishaus stellten sie die Verpflegung und Logistik der Bergungskräfte sicher, die in die Stadt Schleiden und in die Gemeinde Weilerswist entsandt wurden. Diese wurden außerdem durch jeweils einen Krankentransportwagen (KTW) unterstützt.
Am Freitag morgen erfolgte die Alarmierung der Paderborner Johanniter zur Bereitstellung eines Betreuungsplatzes. Ein geschlossener Marschverband, bestehend aus Einsatzkräften der Johanniter sowie des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes, rückte nach Erftstadt aus. 19 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Johanniter Paderborn und vier Fahrzeuge waren unterwegs. In Erftstadt wurden zwei Einsatzeinheiten abgelöst, die in einer Schule ein provisorisches Seniorenheim errichteten. Aufgaben der Johanniter waren die Registrierung der Betroffenen, Aufbau und Sicherstellung ihrer Verpflegung, sowie weitere Kapazitäten zur Unterbringung von Betroffenen bereitzustellen. Am Samstag Abend war der Einsatz beendet.
Unser Dank gilt unseren ehrenamtlichen Katastrophenschützerinnen und -schützern für ihren unermüdlichen Einsatz!