Johanniter unterstützen Anfrage der Charité Berlin – Krebskranke Kinder aus Ukraine werden evakuiert für Behandlung
Die Charité Berlin hat die Johanniter-Unfall-Hilfe um Transportunterstützung gebeten, ukrainische krebskranke Kinder und deren Eltern sowie Geschwister aus der polnischen Stadt Malogoszcz (nördlich von Krakau) nach Deutschland zu fahren.
Die Charité Berlin hat die Johanniter-Unfall-Hilfe um Transportunterstützung gebeten, ukrainische krebskranke Kinder und deren Eltern sowie Geschwister aus der polnischen Stadt Malogoszcz (nördlich von Krakau) nach Deutschland zu fahren. Heute Nacht um 4:30 Uhr sind fünf ehren- und hauptamtliche Johanniter aus Brandenburg an der Havel mit zwei Fahrzeugen Richtung Königs Wusterhausen aufgebrochen, um sich dort mit Kollegen aus dem Regionalverband Nordbrandenburg zusammen zu schließen für die Weiterfahrt nach Polen.
Im Laufe der Nacht war es Hilfskräften in der Ukraine möglich, die Familien und schwerkranken Kinder nach Polen zu evakuieren. „Die vier Kinder im Alter von 3-16 Jahren befinden sich alle in einer lebensgefährlichen Lage. Aufgrund erschöpfter Kapazitäten in Polen, werden sie in das Universitätsklinikum Greifswald gefahren. Dort erhalten die Kinder weitere medizinische Versorgung“ erläutert Steffen Kirchner, Regionalvorstand der Johanniter in Brandenburg-Nordwest.
Bereits am Samstagnachmittag haben die Johanniter alle Vorbereitungen getroffen, um zu jeder Uhrzeit starten zu können: Lunchpakete für Fahrer und Beifahrer, aber auch die Familien sowie Decken und Spielzeug für die kleineren Kinder wurden gepackt. Das Team bestehend aus ehren- und hauptamtlichen Kräften hat noch eine Ukrainisch-Dolmetscherin an Bord und ist mit zwei Transportern in der Nacht gestartet. Aus dem Regionalverband Nordbrandenburg schloss sich ein Reisebus und weitere Unterstützung, auch eine Polnisch-Übersetzerin, an.
Die Helfenden wissen noch nicht was genau sie im 700 Kilometer entfernten Malogoszcz erwartet. Es gibt erhebliche telefonische Probleme vor Ort und die genaue Personenanzahl konnte zu Fahrtantritt nicht übermittelt werden.
Kirchner: „Wir sind in engem Austausch mit unserer Kontaktperson vor Ort. So wie es in Polen mit den Familien wieder zurückgeht, werden wir mit der Klinik in Greifswald Kontakt aufnehmen und die Ankunft der Kinder und Angehörigen vorbereiten. Zusammenhalt und ein strukturiertes Vorgehen ist jetzt das allerwichtigste. Wir danken unseren Kolleginnen und Kollegen, die sich in Ihrer Freizeit für diesen Einsatz gemeldet haben, sehr! Es ist nicht selbstverständlich und die kommenden Wochen werden allen viel Kraft abverlangen.“