Kersten Enke stärkt als Ortsbeauftragter das Ehrenamt
Wechsel von der Johanniter-Akademie zum Ortsverband Deister nach Ronnenberg: Mit Kersten Enke übernimmt ein erfahrener Johanniter das Ehrenamt als Ortsbeauftragter.
Die Ernennungsurkunde vom Regionalverband Niedersachsen Mitte ist noch gar nicht da – und trotzdem hat Kersten Enke an seinem neuen Missionsstandort schon traditionsreiche Spuren hinterlassen. Als Ortsbeauftragter übernahm der ehemalige Leiter der hannoverschen Johanniter-Akademie Anfang Juli 2026 die ehrenamtliche Ko-Leitung des Ronnenberger Ortsverbands Deister. In der Ronnenberger Dienststelle gibt es eine Fahrzeughalle, die einst als Ausbildungsstätte für viele Johanniter-Rettungskräfte diente. 1994 baute Kersten Enke in der früheren Sauerkrautfabrik am Hagacker die Johanniter-Schule Hannover/Ronnenberg auf.
Die ganz frühe Phase als Ausbildungsstätte fand zunächst im einstigen Johanniterhaus Wennigsen statt; bald aber war Ronnenberg als Ausbildungsstandort in vielen Johanniterverbänden bekannt. Jahre später – der Ortsverband Deister war in seiner heutigen Form inzwischen entstanden – zog die Schule nach Hannover um. Als Johanniter Akademie Niedersachsen/Bremen ist sie längst mit der Adresse Büttnerstraße in Hannover-Vahrenwald verbunden. Und genau diese Einrichtung leitete Kersten Enke insgesamt 25 Jahre lang bis zu seinem Ruhestand. Im Februar dieses Jahres übergab er die Leitung an seine Nachfolgerin Natalie-Reyes Castellanos-Herr und blieb vorerst für eine Übergangszeit dem Haus verbunden.
Der 66-Jährige wohnt in Hannover und freut sich auf mehr Zeit für die Familie und seine Hobbies. Der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) aber ist er Zeit seines Erwachsenenlebens eng verbunden. Denn schon als 16-Jähriger trat er ehrenamtlich in die Hilfsorganisation ein. 1976 engagierte er sich bereits als Jugendgruppenleiter in der Johanniter-Jugend, bevor er sich ehrenamtlich in der Breitenausbildung, Bevölkerungsschutz und dem Rettungsdienst engagierte. Als examinierter Krankenpfleger, Notfallsanitäter und Diplom-Gesundheitslehrer absolvierte er unterschiedliche Bereiche bei den Johannitern. Hauptamtlich begann er 1990 als Lehrrettungsassistent – während seines Studiums – in Hildesheim seine berufliche Karriere bei den Johannitern.
Wie zu vielen Ortsverbänden, die angehende Rettungssanitäter, Erste-Hilfe-Trainerinnen und Führungskräfte an die Johanniter-Akademie entsenden, hatte Kersten Enke auch zum Ortsverband Deister stets engen Kontakt. Der ehrenamtliche Sondereinsatzdienst mit seiner Doppelspitze aus Lena Köhne (Notfallsanitäter-Auszubildende) und Niklas Tracht (Notfallsanitäter) unterstützt auch seit Jahren jährlich wiederkehrende rettungsmedizinische Ausbildungseinheiten; etwa für Polizei und Bundeswehr. Es lag nahe, dass der Ronnenberger Dienststellenleiter Olav Grote dem frisch in den „Unruhestand“ gewechselten Enke das Amt eines Ortsbeauftragten antrug. „Ich habe mir ein paar Tage Zeit genommen“, berichtet er. „Und fand dann die Idee richtig gut.“
Sein Vorgänger Ernesto Nebot Pomar war seit 2019 Ortsbeauftragter und trat aus eigenem Wunsch aus der Ortsverbandsleitung aus. „Wir sind ihm für seine stetige Unterstützung und sein hohes Engagement verpflichtet“, betont der Vorstand des Regionalverbands Niedersachsen Mitte. Die sich praktisch nahtlos anschließende Amtsübernahme durch Kersten Enke begrüßt der ehrenamtliche Regionalvorstand Dr. Robin Schwerdtfeger als schöne Entwicklung. „Mit ihm bekommt der Ortsverband Deister ein erfahrenes Johanniter-Urgestein.“ Seine ersten Themen? „Ich möchte die ehrenamtlichen Johanniter in Ronnenberg und die Ronnenberger Johanniter-Jugend besser kennenlernen“, sagt Kersten Enke.