08.07.2026 | Johanniter-Auslandshilfe

Mosambik: Lebensrettende humanitäre Hilfe für von Konflikten betroffene Gemeinden

Johanniter und ihre Konsortialpartner starten eine integrierte Hilfsmaßnahme in Cabo Delgado. Die Maßnahmen werden von der humanitären Hilfe der Europäischen Union mitfinanziert.

Johanniter und seine Konsortialpartner Ayuda en Acción (AeA), Acted und Associação Moçambicana Para A Ajuda de Desenvolvimento de Povo Para Povo (ADPP Mosambik) haben ein neues humanitäres Projekt gestartet, um von Konflikten betroffene und vertriebene Gemeinschaften in der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks zu unterstützen.

Fast neun Jahre nach Ausbruch des bewaffneten Konflikts in Cabo Delgado ist der humanitäre Bedarf weiterhin enorm. Rund 1,1 Millionen Menschen im Norden Mosambiks benötigen humanitäre Hilfe, darunter 919.000 Menschen in den am stärksten vom Konflikt betroffenen Distrikten Cabo Delgados. Trotz laufender Hilfsmaßnahmen konnte bisher weniger als die Hälfte der Bedürftigen erreicht werden, während die Finanzierung der humanitären Hilfe weiterhin kritisch unzureichend ist. Viele besonders gefährdete Familien haben daher weiterhin nur eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung, Nahrungsmitteln, Bildung und Schutzleistungen.

„Angesichts des anhaltenden Konflikts, der Vertreibung und der klimabedingten Belastungen in Cabo Delgado setzt sich unser Konsortium dafür ein, lebensrettende Hilfe in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Schutz, Bildung und Bargeldhilfe für die am stärksten gefährdeten Menschen wiederherzustellen – unter Wahrung von Würde, Inklusion und Fürsorge. Wir danken der Europäischen Union aufrichtig für ihre anhaltende Unterstützung, die es uns und unseren Partnern ermöglicht, Menschen mit integrierter Hilfe zu erreichen, wenn sie diese am dringendsten benötigen“, sagt Morris Kolubah, Landesdirektor der Johanniter in Mosambik.

Die Maßnahmen laufen in den Distrikten Mocímboa da Praia und Mecúfi, zwei stark von Konflikten und Vertreibung betroffene Gebiete. In den nächsten zwölf Monaten setzen wir Gesundheits-, Ernährungs- und Schutzmaßnahmen sowie vielseitig einsetzbare Bargeldhilfen um. Die Komponente „Bildung in Notsituationen“ läuft bis 2027 weiter, um betroffenen Kindern nachhaltige Unterstützung und einen sicheren Zugang zu Bildung zu gewährleisten.

Auftaktworkshop im Mai

Das Projekt begann offiziell mit einem dreitägigen Auftaktworkshop im Mai. Dort legten alle Konsortialpartner Umsetzungsmodalitäten, Koordinationsmechanismen und gemeinsame Zuständigkeiten fest. Anschließend folgten Auftaktveranstaltungen auf Provinz- und Distriktebene in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Institut für Katastrophenrisikomanagement und -minderung (INGD), den sektoralen Behörden der Provinz sowie den Distriktverwaltungen in Mocímboa da Praia und Mecúfi. Vertreterinnen und Vertreter aus Gesundheit, Bildung, Sozialwesen, Katastrophenmanagement, Wirtschaft und dem Büro des Staatssekretärs nahmen teil und bekräftigten ihr Engagement für eine koordinierte humanitäre Hilfe.

„Diese Partnerschaft zeigt den Wert der Zusammenarbeit zwischen internationalen und nationalen Organisationen, die jeweils unterschiedliche Kompetenzen einbringen, um eine ganzheitliche humanitäre Antwort zu ermöglichen. Durch die Kombination von Bildung, Gesundheit, Ernährung, Schutz und Bargeldhilfe können wir den vielfältigen Bedürfnissen der von Konflikten betroffenen Gemeinschaften besser gerecht werden, ihre Widerstandsfähigkeit stärken und den langfristigen Wiederaufbau unterstützen“, erklärt Birgit Holm, Geschäftsführerin von ADPP Mosambik.

Pressekontakt:

Sandra Lorenz, Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe, Tel.: 0172 / 563 87 40, sandra.lorenz@johanniter.de