27.08.2026 | Regionalverband Rheinhessen

Seelsorge: Ein offenes Ohr für alle Johanniter

Am 25.09.2026 wird unsere Regionalpfarrerin Merle Große eingeführt. In ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ist sie vor allem für die Johanniterinnen und Johanniter da, die das Bedürfnis haben, sich mitzuteilen.

Merle Große

Schwierige Situationen gibt es in jedem Beruf, auch bei den Johannitern. Unsere Rettungsteam erlebt Einsätze, die noch lange nachwirken können. Unsere Pflegefachkräfte werden immer wieder mit dem Tod eines Kindes konfrontiert, das sie manchmal über Jahre betreut haben. Und auch unsere Fahrerinnen und Fahrer bauen durch die regelmäßigen Fahrten zu älteren Menschen persönliche Beziehungen auf und müssen manchmal Abschied von Menschen nehmen, die ihnen ans Herz gewachsen sind. Was hilft nun, wenn die Gedanken nicht mehr zur Ruhe kommen?

Bei den Johannitern ist Regionalpfarrerin Merle Große ehrenamtlich als Seelsorgerin für alle Mitarbeitenden da. Sie hat ein offenes Ohr für das, was die Seele bewegt – unabhängig davon, ob es um einen konkreten Einsatz, Trauer, persönliche Sorgen oder eine schwierige Lebenssituation geht.

Dabei gibt es für Trauer und Belastung keine allgemeingültige Reaktion. „Trauer und Tod sind immer individuell“, sagt Merle Große. „Manche Menschen denken immer wieder an die verstorbene Person, andere fühlen sich neben der Spur oder merken erst nach einiger Zeit, dass ein Erlebnis sie belastet. Entscheidend ist, in sich hineinzuhören und wahrzunehmen, was man selbst gerade braucht. Für manche ist es hilfreich, über das Erlebte zu sprechen. Andere brauchen zunächst Zeit für sich. Beides ist völlig in Ordnung.“

Für die, die ein offenes Ohr brauchen, ist Merle Große da. Manchmal kann bereits ein Telefonat helfen, die Gedanken zu sortieren und das Belastende einmal auszusprechen. Wer möchte, kann auch persönlich vorbeikommen. Denn über das zu sprechen, was einen beschäftigt, kann ein wichtiger Schritt bei der Verarbeitung sein. Für Merle Große ist es außerdem wichtig zu betonen, dass die Seelsorge auch für positive Momente Dasein kann. Zum Beispiel, wenn es den Johanniterinnen und Johannitern darum geht, etwas Positives mitzuteilen.

Auch wenn Merle Große einen evangelischen Hintergrund hat, muss es in den Gesprächen nicht um Religion oder Glauben gehen. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit dem, was ihn gerade bewegt.

Alle Johanniterinnen und Johanniter sind herzlich eingeladen, zur Einführung von Merle Große am 25ten September um 15 Uhr in der Philippus-Gemeinde in der Hans-Böckler-Straße 3 zu kommen.

Wer mit ihr sprechen möchte, findet sie im 4JUH (Den Button „Kollegen“ auswählen und den Namen eingeben).