24.08.2026 | Hospiz Lilge-Simon-Stift

Street-Art und Vergänglichkeit

Bauzaun wird zur Ausstellungsfläche

Die Holzkirche wird transloziert und findet künftig im Museumsdorf Cloppenburg einen neuen Ort. Doch bevor der Bauzaun rund um das Projekt verschwindet, bekommt er noch einmal eine ganz besondere Aufgabe: Er wird zur öffentlichen Ausstellungsfläche.

Der Verein Deathpositiv zeigt dort die Ausstellung Streetart und Vergänglichkeit. Auf den Plakaten verbinden sich eindrucksvolle Streetart-Fotografien aus Athen, Griechenland, mit Fragen aus dem Spiel Sarggespräche. Die Ausstellung lädt dazu ein, vertraute Standpunkte zu verlassen, innezuhalten und neue Perspektiven auf das Leben, die Kunst und die eigene Vergänglichkeit zu entdecken.

Der Mensch ist – ebenso wie Kunst im öffentlichen Raum – bunt, individuell und manchmal voller Mitteilungsdrang. Streetart entsteht, verändert einen Ort und setzt ein Zeichen. Doch weder der Mensch noch ein Graffiti sind für immer. Farben verblassen, Bilder werden übermalt oder verschwinden – und auch unser eigenes Leben ist vergänglich.

Genau in dieser Vergänglichkeit liegt die Verbindung zwischen Streetart und Leben. Was bleibt, wenn etwas nicht mehr da ist? Welche Spuren hinterlassen wir? Und welche Gedanken begleiten uns auf unserem eigenen Weg?

Der Bauzaun wird damit selbst Teil des Projekts: Ein eigentlich vorübergehendes Element wird für eine begrenzte Zeit zum Ort der Begegnung, des Austauschs und der Kunst. Die Ausstellung macht sichtbar, was sonst leicht übersehen wird – dass Vergänglichkeit nicht nur Verlust bedeutet, sondern auch Veränderung, Erinnerung und neue Perspektiven ermöglichen kann.

Streetart und Vergänglichkeit lädt dazu ein, am Bauzaun vorbeizukommen, die Bilder auf sich wirken zu lassen und sich von den Fragen inspirieren zu lassen. Ein temporärer Ausstellungsort für eine Ausstellung über das, was bleibt, wenn etwas vergeht.