16.06.2026 | Regionalverband Ostbayern

Tag der Johanniter: Wettkampf für Retter

Helferinnen und Helfer aus Ostbayern beim bayerischen Landeswettkampf in Eiselfing

Johanniter überwinden mit Trage ein Hindernis
Team aus Regensburg beim Wettkampf

Eiselfing ■ Rund 680 Teilnehmende, Schlachtenbummlerinnen und Schlachtenbummler und mitfiebernde Gäste verwandelten Eiselfing nahe Wasserburg am Inn am vergangenen Samstag in einen pulsierenden Ort voller Wettkampffieber. Beim bayerischen „Tag der Johanniter“, dem Landeswettkampf der Rettungskräfte, gingen insgesamt 39 Mannschaften in sechs Kategorien an den Start und lieferten sich einen packenden Wettbewerb um die Podiumsplätze – mehr Mannschaften als jemals zuvor.

Beim Wettkampf beweisen Ersthelfer und Rettungsprofis ihr Können rund ums Retten und Helfen. Die bayerischen Sieger der einzelnen Kategorien werden im nächsten Jahr beim Bundeswettkampf der Johanniter in Hannover teilnehmen. Die ostbayerischen Teams belegten in der Kategorie für Rettungs- und Notfallsanitäter die Plätze fünf und sieben, das Team der Sanitätshelfer des Ortsverbands Regensburg holte sich den vierten Platz. „Auch wenn es für unsere Mannschaften nicht für einen Platz auf dem Treppchen gereicht hat, können besonders unsere jungen Nachwuchskräfte stolz auf ihre Leistung sein. Beim Tag der Johanniter geht es nämlich nicht ums Gewinnen, sondern um das unbeschreibliche Gemeinschaftsgefühl“, betonte Johanniter-Regionalvorstandsmitglied Tobias Karl, der ebenfalls nach Eiselfing angereist war. „Besonders bedanken möchte ich mich bei den freiwilligen Helferinnen und Helfern aus unserem Regionalverband, die den Tag erst möglich gemacht haben“, so Karl weiter. Neben den Teilnehmenden waren auch viele weitere Freiwillige aus Ostbayern in Eiselfing, um beim Wettkampfgeschehen, der Logistik oder der Verpflegung zu unterstützen. 

Wie viel Einsatz und Vorbereitung das erfordert, weiß auch Joachim Herrmann, bayerischer Staatsminister des Innern für Sport und Integration und Schirmherr der Veranstaltung. „Es sind viele Stunden professionelle Ausbildungen und regelmäßige Übungen nötig, um bei Einsätzen routiniert und fokussiert vorzugehen“, sagte Herrmann im Vorfeld. „Am Tag der Johanniter stellen sie ihre Kompetenz in Erste Hilfe und ihr Können unter Beweis. Doch nicht nur die Begeisterung für die Wettkämpfe machen diesen Tag und das Wochenende zu etwas Besonderem, sondern die Anerkennung für ihre Tätigkeit,“ so Herrmann weiter. „Sie ist oft lebensrettend und kann nicht genügend wertgeschätzt werden.“

Die Johanniter in Ostbayern
Der Regionalverband Ostbayern ist Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit rund 2000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehreren Standorten und Einrichtungen bieten die Johanniter zahlreiche soziale Dienstleistungen für die Menschen in der Region. Mit Kinder- und Jugendbetreuung, Hausnotruf, ambulanter Pflege, Menüservice, Ausbildung in Erster Hilfe, Patienten-Fahrdienst, Rettungsdienst, Tagespflege und vielen weiteren Angeboten sind die Johanniter in Ostbayern für die Menschen da. Dazu betreiben die Johanniter das Inklusionshotel INCLUDiO in Regensburg und sind mit dem Johannes-Hospiz in Pentling und dem Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf auch in der Hospizarbeit tätig. Insgesamt 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in den sechs Johanniter-Ortsverbänden in Großköllnbach, Kelheim, Landshut, Regensburg, Schwandorf und Schwarzenfeld im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst, in der Krisenintervention, in den Rettungshundestaffeln, bei den Hunden im Therapieeinsatz, in der Johanniter-Jugend und vielen weiteren Einsatzgebieten für die Menschen.