Tagung der Hochwasserhilfe NRW
Johanniter bleiben mindestens bis Ende 2027 an der Seite der Betroffenen
Auch mehr als vier Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe sind in vielen Regionen in NRW und Rheinland-Pfalz die Spuren noch deutlich sichtbar – in beschädigten Häusern, im Alltag und in den Lebensgeschichten der Menschen. Die Johanniter-Hochwasserhilfe macht klar: Unterstützung endet nicht mit der akuten Phase.
Bei der landesweiten Tagung der Hochwasserhilfe NRW am 9. September in der Kölner Landesgeschäftsstelle bekräftigten die Verantwortlichen einstimmig, dass die Johanniter ihre Angebote mindestens bis Ende 2027 fortsetzen. Neben Hilfen beim Wiederaufbau, Unterstützung im Alltag und psychosozialer Begleitung werden fortlaufend neue Projekte entwickelt, um Lebensqualität und Gemeinschaft zu stärken – etwa Workshops für Betroffene, ein Sommerferien-Zirkusprojekt in Weilerswist oder gemeinsame Ausflüge wie zum Brückenkopfpark in Jülich und zum „Timeride“ in Köln. Der Spendenrat der Johanniter-Unfall-Hilfe sorgt zudem dafür, dass eingehende Spenden verantwortungsvoll vergeben und dort eingesetzt werden, wo die Not am größten ist.
Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen: Hilfe, die ankommt
Im Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen ist die Hochwasserhilfe seit den ersten Tagen aktiv – mit einem festen Projektbüro in Swisttal-Odendorf und mobiler Beratung in den betroffenen Gemeinden. Das Team begleitet Betroffene beim Wiederaufbau, unterstützt bei Förderanträgen, bietet psychosoziale Beratung und schafft Orte der Begegnung und Entlastung. Zu den durchgeführten Projekten zählen unter anderem die Förderung einer Leichtbauhalle in Rheinbach-Flerzheim, die „Zukunftsbühne“ für Kinder und Jugendliche in Odendorf sowie Ferien- und Begegnungsangebote, die den Menschen neue Perspektiven eröffnen.
„Wir wissen, wie schwierig jeder Tag sein kann, wenn Schäden bleiben, Fragen offen sind und die Kraft zu schwinden droht. Deshalb bleiben wir nicht nur mit Vorschlägen, sondern mit offenen Türen, helfenden Händen und dem Versprechen: Zusammen schaffen wir den Weg aus der Krise – Schritt für Schritt, mit Mut und Gemeinschaft“, erklärt Luisa Mertens, Leiterin der Johanniter-Hochwasserhilfe Bonn.
Ausblick
Das Engagement der Johanniter endet nicht mit dem Ablauf von Projekten. Auch wenn die akute Katastrophenphase vorbei ist, sehen die Johanniter sich in der Verantwortung, die Menschen weiterhin zu begleiten. Die Angebote werden regelmäßig überprüft und an die aktuelle Situation angepasst, um den Menschen vor Ort nachhaltig zu helfen. Wer nach der Flutkatastrophe Unterstützung benötigt – sei es beim Wiederaufbau, im Alltag oder durch psychosoziale Angebote – kann sich jederzeit melden unter:
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Hochwasserhilfe Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen
Gewerbepark Odendorf 51
53913 Swisttal/Odendorf
Telefon: 02241 89538660
E-Mail: hochwasserhilfe.bonn(at)johanniter.de