20.01.2025 | Landesgeschäftsstelle Sachsen

Wie uns KI im Arbeitsalltag unterstützen kann - Workshop im LV Sachsen

Wie uns KI im Arbeitsalltag unterstützen kann - Workshop im LV Sachsen mit Armin Braun

ChatGPT hat sicher jede und jeder schon mal gehört, vielleicht auch Dall-E oder Adobe Firefly. Weniger bekannt ist vermutlich, dass die KI ganze Podcasts erstellt, es einen komplett KI-erstellten Radiosender gibt oder ich mir innerhalb weniger Minuten ein ganzes Computerspiel programmieren lassen und es direkt spielen kann. 

„Die Künstliche Intelligenz ist gekommen um zu bleiben“, sagt Armin Braun, Content- und KI-Experte. Er führte am 10. Januar einen Workshop zu den praktischen Möglichkeiten der KI in der Landesgeschäftsstelle in Leipzig durch. „KI ist heutzutage in vielen Bereichen unseres Alltags präsent und ermöglicht die Automatisierung und Optimierung zahlreicher Prozesse“, so Braun. Der Mensch müsse dennoch genau schauen, welche Informationen sie in die KI geben – Prompting genannt – und die Ergebnisse auf Sinnhaftigkeit prüfen. Nur wenn der Mensch weiterhin selbst denkt und prüft, kann die KI eine Hilfe sein. Denn: „Die KI denkt nicht, sie rechnet“, erklärt Braun. Daher sei es wichtig, ihr konstant neues Wissen zu geben, damit die Ergebnisse auch möglichst korrekt sind. 

Neben bekannten KI-Implementierungen, die bereits unseren Alltag vereinfachen, wie in Sprachassistenten, Navigationssystemen, Online-Banking oder Produktempfehlungen, bspw. bei Amazon und Netflix, können Programme mit Künstlicher Intelligenz noch viel mehr. Marktführer ist derzeit ohne Frage die Firma Open AI mit ihren Programmen Chat GPT für Texterstellung und Dall-E für Bildgenerierung. Allerdings gibt es auch schon Programme, die ganze Lieder erstellen können, Suno AI macht es möglich. 
So sind zum Beispiel ganz eigene JUH-Songs im Workshop entstanden, die ihr euch am Ende des Artikels als Download anhören könnt.

Neben einer Vielzahl an Programmen für die unterschiedlichsten Zwecke sei es wichtig, immer zu schauen, welches Ziel man selbst hat und dann die Programme auf das beste Ergebnis zu vergleichen. Dabei ist auch immer das passende Prompting entscheidend. Das Ergebnis wird nur dann passen, wenn die KI alle relevanten Informationen von mir als Nutzer erhält. 

Claude und Chat GPT schreiben hervorragende Texte, Midjourney, Ideogram, Dream-photo, Firefly, Dall-E und Flux erstellen großartige KI-Bilder, Perplexity liefert zu allen Ergebnissen überprüfbare Quellen, NotebookLM kann aus diversen Informationen Zusammenfassungen erstellen, sogar als Podcast abspielbar… und das sind nur ein paar der Möglichkeiten.

Zwei Kernbotschaften hat uns Armin Braun mitgegeben: 

  1. Wir befinden uns ganz am Anfang der KI-Revolution, die unser Leben und Lernen maßgeblich verändern wird.
  2. Wir sollten der KI und ihren Möglichkeiten wohlwollend begegnen und als ihr Steuerer und Nutzer verstehen. KI ist weder gut, noch böse, sondern kann – bei verantwortungsvoller und kompetenter Steuerung – eine große Unterstützung für unseren Alltag sein.

Die große Aufgabe für die Johanniter in den kommenden „Tagen“. Der Datenschutz setzt uns erhebliche Grenzen. Wir können nicht ohne weiteres testen und lernen. Das muss so schnell wie möglich geklärt werden. Auf Bundesebene läuft gerade ein Test mit einem KI-Hub, der die Datenschutzproblematik lösen soll und wird. Allerdings gibt es für einige KI-Tools auf dem Markt keine Schnittstellen, um diese in den Hub einzubinden. Ein weiteres Problem, das wir schnell lösen sollten. Schaffen wir das nicht, läuft uns die Entwicklung davon.