Wo Hilfe bleibt wächst Hoffnung
Zum 5. Jahrestag der Flutkatastrophe haben die Johanniter zum Gedenken eingeladen und einen Blick in die Zukunft geworfen.
Zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 haben die Johanniter nach Swisttal-Odendorf eingeladen. Gemeinsam mit Pfarrerin Elisabeth Berg gestalteten sie einen christlichen Impuls, um den Menschen Raum, Trost und Gemeinschaft anzubieten. Pfarrerin Berg bot Gelegenheit, Wünsche und Sorgen einzubringen und zum Gedenken gemeinsam Teelichter aufzustellen.
Gedenktag in den neuen Räumlichkeiten
Für diesen Tag hatte Regionalvorständin Verena Dienst in die neue Dienststelle in der Odinstraße in Swisttal-Odendorf eingeladen. Sie dankte allen Helferinnen und Helfern für ihre großartige Unterstützung nach der Flut. Allein in NRW waren es 600 Johanniter-Einsatzkräfte, die Leben gerettet haben und die Bevölkerung betreuten oder versorgten.
Wichtige Impulse für Betroffene
Mit Blick nach vorne und als Zeichen für Hilfe und Hoffnung stellte Verena Dienst den neuen Beratungs- und Begegnungsraum in der Odinstraße vor: „Hier finden betroffene oder traumatisierte Menschen Hilfe in Form von psychosozialer Beratung. Für Erwachsene finden hier neben Einzelberatungen, Gruppenangebote wie eine Körper- und Balance-Gruppe zur Stärkung der Achtsamkeit und ein systemischer Gesprächskreis statt.“
Für die Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen sollen wichtige Impulse von hier ausgehen, berichtet die Leiterin der Hochwasserhilfe, Luisa Mertens. „An diesem Standort wird für die Kinder und Jugendlichen der Region alle 14 Tage der Jugendtreff stattfinden. Zusätzlich haben ein Theater und der wöchentliche Kindertreff weiterhin ihren Platz.“
Dank der Mittel aus der „Aktion Deutschland Hilft“ und mit Unterstützung unzähliger Spenderinnen und Spendern, konnten die Johanniter in den letzten fünf Jahren sehr viel für die Region erreichen, resümierte Verena Dienst.
Ein Netzwerk für die Flutregion knüpfen
Zur Eröffnung kamen auch Gäste und Partner der Johanniter. Die stellvertretende Landrätin Notburga Kunert dankte für das handfeste Engagement der Johanniter seit dem ersten Tag.
Die Gemeinde Swisttal vertrat Monika Erfling, die eine sehr gute Zusammenarbeit bei wichtigen Hilfsangeboten hervorhob.
Verena Dienst betonte, dass die Johanniter gerne auch über 2027 hinaus Angebote der Hochwasserhilfe zum Wohl der Region fortführen wollen. Dafür brauche es dann Partner und Fördermöglichkeiten, die solche Projekte mittragen. Dann könnten die betroffenen Menschen lange davon profitieren.