Hochwasser: Johanniter im Großeinsatz

Viele Menschen haben alles verloren: Wir helfen vor Ort!

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Hochwasserkatastrophe

Der größte Katastrophenschutz-Einsatz in der Johanniter-Geschichte

Sven Skibbe war als Helfer der Medical Task Force Rheinland-Pfalz Süd im Hochwassergebiet.

Mehr als 2 000 Helfende der Johanniter waren bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vor Ort. Es war der bislang größte Inlandseinsatz in der Johanniter-Geschichte. Zwar ist die Phase der Akuthilfe nun vorüber, dennoch werden unsere Arbeiten in den betroffenen Regionen noch andauern. Die Menschen müssen weiterhin medizinisch versorgt und betreut werden, wer durch das Hochwasser obdachlos geworden ist, braucht Zuflucht in Notunterkünften. Die Schäden müssen beseitigt und aufgeräumt, Zerstörtes neu aufgebaut werden. Wir sind weiterhin für die Betroffenen da und unterstützen sie, diese Ausnahmesituation zu bewältigen.

Ich war 2002 beim Elbehochwasser in Dresden. Ich wusste, dass es schlimm ist, aber ich hatte es mir nicht so vorgestellt. Die Lage war viel schlimmer als in Dresden.
Sven Skibbe - Medical Task Force

Hochwasserhilfe Deutschland

Die Johanniter sind in den Hochwassergebieten im Dauereinsatz, um die Betroffenen in ihrer Not zu unterstützen. Bitte helfen auch Sie mit Ihrer Spende!

Spendenkonto: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., BIC: BFSWDE33XXX, IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00, Bank für Sozialwirtschaft, Stichwort: Hochwasserkatastrophe

Rainer Schulz hat an zwei 16-Stunden-Tagen Akuthilfe für die Flutopfer geleistet.

Für viele vor Ort ist es nach wie vor unbegreiflich, was geschehen ist und wie sie wieder in ein normales Leben zurückfinden sollen. Wir unterstützen mit psychosozialer Arbeit, Geld- und Sachspenden (z.B. mit Material und Geräten zur Reinigung der Häuser und dringend benötigten Haushaltsgegenständen). Bei Bedarf verteilen wir auch Lebensmittel oder Hygieneartikel.

Die Menschen brauchen jetzt eine mittel- und langfristige Perspektive. Hier können wir auf unsere Erfahrungen aus der Elbe-Hochwasserkatastrophe 2013 zurückgreifen. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, die Strukturen für einen langfristigen Wiederaufbau von zerstörten Gebäuden und Einrichtungen zu schaffen. Außerdem setzen wir einen Teil des gespendeten Geldes zur Stärkung unseres Katastrophenschutzes ein. Denn diese Flut hat erneut gezeigt, wie wichtig ein hervorragend geschultes Ehrenamt mit moderner Ausstattung und leistungsfähigen, gut koordinierten Strukturen im Katastrophenschutz ist. Nur so war es möglich, innerhalb kürzester Zeit eine funktionierende, strukturierte Hilfe vor Ort aufzubauen und den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gemeinden als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen.

Viele der Evakuierten waren sehr erschöpft, aber gleichzeitig unglaublich dankbar, dass sich jemand um sie gekümmert hat und für sie da war. Das hat ihnen Sicherheit gegeben.
Rainer Schulz - Psychosoziale Notfallversorgung

Jede Spende zählt:

  • Mit Ihrer Spende von 30 Euro stellen wir Essen und Getränke für die Familien in den Notunterkünften bereit.
  • 60 Euro kosten ein Schlafsack, Decke und eine Luftmatratze für eine Notunterkunft.
  • Mit 80 Euro unterstützen Sie den Johanniter-Katastrophenschutz und helfen, weitere ehrenamtliche Helfer auszubilden.

Mobile Krankenstation Behandlungsplatz 50

Im besonders betroffenen Bad Neuenahr-Ahrweiler hatten viele Menschen keinen Zugang zu einer hausärztlichen Versorgung. Sie benötigten Rezepte für Medikamente und medizinische Hilfe. Der Johanniter-Landesverband Niedersachsen/Bremen verlegte daher am 20. Juli seine mobile Krankenstation, den Behandlungsplatz 50 (BHP50) in die Stadt im Ahrtal. Mit Hilfe des BHP50 können jede Stunde bis zu 50 Menschen behandelt werden. Noch in der Nacht richteten die Johanniter vor Ort zwei medizinische Anlaufstellen ein, um die Versorgungslücke zu schließen.

Die medizinische Versorgung in Umkreis von Bad Neuenahr-Ahrweiler ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Mit unseren Unfallhilfsstellen füllen wir jetzt die Versorgungslücke und stellen einen Teil der hausärztlichen Grundversorgung wieder her.
Marc Küchemann - Regionalbereitschaftsführer Südniedersachsen

Rettungshunde auf der Suche nach Vermissten und Verletzten

Die Rettungshunde der Rettungshundestaffel Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen haben bei der Suche nach Verletzten und Vermissten geholfen. In Begleitung eines Notarztes durchkämmte die Staffel das Gebiet entlang des Ufers der Swist in der Region Euskirchen. Der normalerweise zwei Meter breite Fluss hatte sich dort auf 200 Meter ausgeweitet. Insgesamt waren rund 30 Hundeführer mit ihren Rettungshunden in Nordrhein-Westfalen im Hochwassereinsatz.

Aufbau und Betrieb von Notunterkünften

In Erftstadt, Nordrhein-Westfalen, setzten Johanniter aus Baden-Württemberg erstmalig und erfolgreich ihren Betreuungsplatz 200 (BTP200) ein. Mit dem BTP200 kann in kürzester Zeit eine Notunterkunft errichtet werden, in der bis zu 200 hilfesuchende Personen untergebracht und versorgt werden können. An ihrem Einsatzort unterstützten die 36 Helferinnen und Helfer beim Aufbau und Betrieb einer weiteren Notunterkunft. Weitere Einsatzkräfte betreuten in Köln rund 60 Menschen, die ihre teils überfluteten, teils zerstörten Wohnungen und Häusern im stark betroffenen Erftstadt verlassen mussten.

Fragen und Antworten zum Einsatz der Johanniter

  • Hochwasser in Rheinland-Pfalz

    Mehrere hundert Johanniter aus Rheinland-Pfalz und den benachbarten Bundesländern sind seit dem schweren Unwetter ununterbrochen im Dauereinsatz.

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  • Hochwasser in Nordrhein-Westfalen

    Über 600 Johanniter aus NRW sind seit dem schweren Unwetter ununterbrochen im Dauereinsatz. Unsere Katastrophenschützerinnen und -schützer arbeiten in den letzten Tagen bis zu völligen Erschöpfung – viele davon ehrenamtlich.

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