Mund-Nasen-Schutz gegen Corona.
So funktioniert Erste Hilfe unter Corona

Auch in der Corona-Pandemie muss bei Notfällen Erste Hilfe geleistet werden. Die Johanniter erklären, worauf Sie jetzt achten müssen.

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Erste Hilfe in Corona-Zeiten

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie kann und muss in Notfällen Erste Hilfe geleistet werden. Die Johanniter zeigen, wie das geht und worauf in der aktuellen Situation zu achten ist.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Immer mindestens die Unfallstelle absichern und einen Notruf absetzen
  • Immer Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe zum Schutz anlegen
  • Die stabile Seitenlage und das Stillen von Blutungen stellen kaum ein Risiko dar
  • Die Herzdruck-Massage ("Drücken") ist ebenfalls kaum riskant
  • Bei der Wiederbelebung durch Beatmung können Beatmungshilfen zum Einsatz kommen

Wie schütze ich mich bei der Ersten Hilfe?

Handschuhe und Mund-Nasen-Schutz minimieren das Risiko einer Corona-Infektion bei der Ersten Hilfe.

Maßnahmen, die ohne Kontakt zu Betroffenen ablaufen, sollten unbedingt geleistet werden. Dazu zählen das Absichern von Unfallstellen oder das Absetzen eines Notrufs.

Handschuhe und Mund-Nasen-Schutz minimieren das Infektionsrisiko

Wie immer in der Ersten Hilfe sollten Sie Handschuhe beim Körperkontakt mit Betroffen tragen. Diese minimieren auch das Risiko einer Corona-Infektion und sollten beim Leisten von Erste-Hilfe-Maßnahmen stets angezogen werden.

Zusätzlich schützen Sie sich und die betroffene Person mit einem Mund-Nasen-Schutz (Atemmaske), den Sie in der Corona-Zeit immer griffbereit haben sollten.

Erste-Hilfe-Maßnahmen in Corona-Zeiten

Wunden und Blutungen lassen sich wie gewohnt behandeln. Wie bereits beschrieben sollten Sie bei der Versorgung Handschuhe und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das Gleiche gilt für die Stabile Seitenlage bei der Behandlung von bewusstlosen Personen.

Worauf muss ich bei der Wiederbelebung unter Corona-Bedingungen achten?

60 Prozent der Herz-Kreislauf-Stillstände passieren zuhause. Das heißt: Sie kennen in der Regel die betroffene Person und können die Ansteckungsgefahr gut einschätzen. In diesen Fällen können Sie neben der Herzdruck-Massage auch die Beatmung durchführen (30x drücken, 2x beatmen).

Sollte Ihnen der Betroffene fremd sein, entscheiden Sie selber: Sie können eine kurze Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes auch alleine durch die Herzdruck-Massage überbrücken. Decken Sie dabei das Gesicht des Betroffenen mit einem Tuch oder einem Kleidungsstück ab, um das Risiko einer Tröpfcheninfektion zu minimieren.

Für die Beatmung gibt es auch Schutz bietende Beatmungshilfen, die z. B. in der betrieblichen Ersten Hilfe eingesetzt werden.

Was mache ich, wenn ich zu einer Corona-Risikogruppe zähle?

  • Im Minimum können Sie die Unfallstelle absichern und den Notruf absetzen.
  • Aktivieren Sie andere anwesende Personen als Ersthelferinnen und Ersthelfer.
  • Wenn Sie ganz alleine sind, versuchen Sie - so gut es geht - mit Sicherheitsabstand zu helfen.

Download: Factsheet Erste Hilfe in Corona-Zeiten

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