Mosambik: Schäden und Überschwemmungen nach Zyklon „Eloise“

Berlin/Beira, 25. Januar 2021

Zyklon „Eloise“ hinterließ am Wochenende mit Windgeschwindigkeiten von über 130 km/h Schäden und Überschwemmungen in Mosambik. Der Sturm hatte in der Nacht zu Samstag Landfall nahe der Hafenstadt Beira, die vor zwei Jahren von Zyklon „Idai“ schwer verwüstet wurde. Am Sonntag zog der Sturm weiter in Richtung Simbabwe und Südafrika. Die momentane Bilanz in Mosambik: Mindestens drei Tote und vor allem Schäden an Häusern und Infrastruktur.

Video: Land unter in Beira und Teilen der Provinz Sofala

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„Ein funktionierendes Frühwarnsystem und Evakuierungen haben Schlimmeres verhindert“, sagt unser Landesbüroleiter David Prieto. Nachdem das Johanniter-Team wegen des Sturms in den Lockdown ging, begannen sie am Sonntag mit der Schadens- und Bedarfserhebung. „Uns haben Anfragen aus dem Gesundheitsbereich erreicht, die um Hilfe bei der Rehabilitierung der Infrastruktur bitten“, so Prieto. Diese werden nun geprüft, genauso wie die Situation in den Projektgebieten der Partnerorganisationen.

Noch am gestrigen Sonntag war der Bezirk Estaquinha in der Provinz Sofala durch starke Regenfälle und Fluten isoliert. Dort hatten die Johanniter die lokale Organisation Esmabama in den letzten zwei Jahren bei der Gesundheitsversorgung sowie der Ernährungssicherung unterstützt. Im Laufe der nächsten Tage werden Berichte erwartet, um dort das Ausmaß der Schäden einzuschätzen.

Unsere Hilfe in Mosambik

Die Johanniter sind seit 2019 in Mosambik aktiv. Nach dem verheerenden Wirbelsturm Idai leisteten die Johanniter basismedizinische Soforthilfe. In den Provinzen Manica und Sofala arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen daran, die landwirtschaftliche Produktion zu steigern, die Nahrungsmittelversorgung verbessern und das Gesundheitssystems zu stärken. Besonders wollen wir Frauen einen leichteren Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdiensten, ermöglichen und die Hygienebedingungen durch den Bau von Latrinen zu verbessern. Derzeit sind laut UN-Angaben 1,6 Millionen Menschen in Mosambik akut von Hunger bedroht, 2,5 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.