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Künstliches Hüftgelenk

Schmerzen in der Hüfte können verschiedene Ursachen haben - meist sind es Verschleißerscheinungen oder Arthrose. Die oftmals zunehmenden Schmerzen stellen für die Betroffenen häufig eine große Belastung dar. Gleichzeitig treten - verursacht durch das Leiden und oder durch eine limitierte Funktionsfähigkeit des Gelenkes - Bewegungseinschränkungen auf. Nicht selten führt dies auch zu einer Einschränkung im sozialen Umfeld. Die Endoprothetik kann in solchen Fällen mit einem künstlichen Gelenkersatz zu Schmerzfreiheit und Mobilität verhelfen. Das gilt auch für durch Unfälle verursachte Schäden an der Hüfte und dem Oberschenkelhals. 

Unsere Leistungen

  • Ersatz der Gelenkflächen durch Metalloberflächen
  • Ersatz der natürlichen Gelenkpfanne 
  • Einsatz eines künstlichen Wiederlagers in die natürliche Gelenkpfanne (Duokopfprothese)
  • Austausch künstlicher Gelnke und Lager
„Neue Wege entstehen, indem wir sie gehen“
Friedrich Nietsche

Warum brauche ich ein künstliches Hüftgelenk?

Verschleiß oder Unfall? So plakativ könnte die Frage nach dem Grund für einen künstlichen Hüftgelenkersatz vielleicht sein. Wahrscheinlich haben Sie zuvor von einem Oberschenkelhalsbruch gehört. Dieser entsteht meist durch einen Sturz. Der Oberschenkelknochen bricht dann nahe dem Hüftgelenk. Das ist problematisch, weil das Bruchstück der Hüft in der Region der Leiste meist nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden kann. Das Gelenk droht abzusterben. Dann besteht Handlungsbedarf. Die beiden Bruchteile lassen sich je nach Bruchstelle nicht wiedervereinen. Das eine Stück ist zu klein und auch weiterhin zu schlecht mit Blut versorgt. Daraus folgt die Möglichkeit eines künstlichen Gelenkersatzes.

Die zweite gängige Ursache kann Arthrose sein. Bei Arthrose ist die Gelenkstruktur geschädigt. Der Oberschenkelknochen und das Becken sind nicht mehr gut gegeneinander zu bewegen, weil der Gelenkspalt mit der verschieblichen Flüssigkeit kleiner wird und die schützende Knorpelschicht der Knochen nicht mehr intakt ist. Schmerzen entstehen; erst bei Bewegung, später auch in Ruhe. Dementsprechend entsteht auch bei Arthrose die Möglichkeit durch einen künstlichen Gelenkersatz Bewegung und Stabilität wiederherzustellen.

Was ist Arthrose, warum habe ich Arthrose und wie spüre ich sie?

Arthroseabhängige Schmerzen sind der häufigste Grund für Besuche in allgemeinmedizinischen Praxen in Deutschland. Zwei Drittel aller Menschen über 65 Jahren sind an Arthrose erkrankt. Die Leidensgeschichte der Menschen ist lang. Zwei Gründe stehen im Vordergrund. Einerseits haben die Menschen Schmerzen, die zunehmend schlimmer werden, andererseits sind sie in ihrem Bewegungsumfang eingeschränkt. Eine gravierende Folge ist eine Einschränkung im sozialen Umfeld.

Warum vielleicht gerade Sie von Arthrose betroffen sind lässt sich nicht eindeutig sagen. Arthrose ist eine Erkrankung des Alters, die mit Verschleiß einhergeht. Durch lange und intensive körperliche Belastung erhöht sich das Risiko an Arthrose zu erkranken. Hierzu können extreme sportliche Betätigungen, Überbelastung durch ein hohes Körpergewicht, Fehlstellungen oder berufliche Anstrengungen beitragen. Ursächlich kann auch eine lang zurückliegende Verletzung sein. Verletzungen können Bänder und Knorpel schädigen mit der Folge von weniger Stabilität und mehr Abnutzung.

Behandlungsmöglichkeit des künstlichen Gelenkersatzes

Sofern eine Operation zum künstlichen Gelenkersatz durchgeführt wird, werden die Gelenkflächen durch eine Prothese ersetzt. Eine Prothese ist ein künstlich nachempfundenes Gelenk aus verschiedenen Materialkomponenten wie Titan und Keramik. Die Materialien sind sehr hochwertig und der Körper reagiert nicht allergisch auf diese.

Operativ entfernt man den Oberschenkelkopf. Um den neuen Oberschenkelkopf befestigen zu können, wird ein Titanschaft im Oberschenkel befestigt. Auf diesen kann dann der künstliche Oberschenkelkopf aufgesetzt werden. Der Schaft kann zementiert oder unzementiert verankert werden. Es gibt Schäfte in unterschiedlichen Längen. Das künstliche Gelenkmodell und die Befestigungsart werden je nach Beschaffenheit des Knochens und des Patienten individuell ausgewählt.

Zudem gibt es die Pfanne, in der sich der Hüftkopf bewegt. Entweder wird die natürliche Pfanne auch entfernt und durch eine künstliche Pfanne im Becken ersetzt oder ein künstliches Wiederlager wird in die natürliche Pfanne eingelegt (Duokopfprothese).

Risiken beim künstlichen Hüftgelenkersatz

Der künstliche Hüftgelenkersatz ist eine absolute Standardoperation. Sie wird 200.000 Mal in Deutschland pro Jahr durchgeführt. Dadurch sind die Arbeitsschritte standardisiert. Dennoch existieren Risiken. Man kann allgemeine- von speziellen Risiken unterscheiden. Allgemeine Operationsrisiken entstehen bei jeder Operation, hierzu zählen unter anderem eine erhöhte Gefahr von Thrombosen sowie Blutungen und Nachblutungen. Spezielle Risiken des Eingriffes sind Infektionen des künstlichen Gelenkes oder ein Auskugeln des künstlichen Gelenkes. Durch die Gabe von Antibiotika und das sterile Arbeiten im Operationssaal wird dieses Risiko von Infektionen stark eingedämmt. Die Gefahr eines Ausrenkens des künstlichen Gelenkes wird durch das Meiden von einer Beugung und Innenbewegung vor allem im Zeitraum nach der Operation ebenso minimiert.

Auch wenn im Falle einer Fraktur häufig keine andere Alternative als ein operativer Ersatz bleibt, ist die weit überwiegende Anzahl der Patienten nach einem Eingriff zufrieden. Genauso ermöglicht der geplante Eingriff bei Arthrose mehr Bewegung und weniger Schmerzen.

Wir sind für Sie da

Wir stehen Ihnen gern für eine ergebnisoffene Beratung zur Verfügung und klären Ihre spezifischen Fragen. Dabei blicken wir selbst auf jahrzehntelange Erfahrung zurück. Qualität und die wichtige Routine in Gelenkersatzeingriffen sind uns als Endoprothetikzentrum per Zertifikat bestätigt. Kontaktieren Sie uns und lassen Sie uns an Ihren Sorgen teilhaben. Wir haben Verständnis, denn unser Körper ist unserer wichtigstes Hab und Gut.

Wir freuen uns, wenn Sie neue Wege entstehen lassen möchten und würden uns freuen diese mit Ihnen zu gehen.

Ihr Team der Orthopädie und Unfallchirurgie im Waldkrankenhaus Bonn