Außenminister Heiko Maas besuchte Osten der DR Kongo

Berlin, 05. September 2019

Der Ebola-Ausbruch hat die komplexe Situation im Osten der Demokratischen Republik Kongo mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Dort hat ein seit vielen Jahren tobender Konflikt um Einfluss, Bodenschätze und militärische Kontrolle hat die Region in eine schwere humanitäre Krise gestürzt. Außenminister Heiko Maas machte sich am Mittwoch ein Bild vor Ort und traf sich mit unserer Büroleiterin Cecilia Saleh.

Cecilia Saleh zusammen mit Außenminister Heiko Maas. ©Johanniter

„Dieser Besuch des deutschen Außenministers im Osten des Landes ist wichtig, um die Komplexität und die humanitäre Notlage hier besser zu verstehen“, sagt Cecilia Saleh. „Ich unterstütze vor allem das Interesse Deutschlands, sich für Frauen und Kinder einzusetzen, die mehr als andere die Konsequenzen dieses Konflikts zu spüren bekommen.“

Die Johanniter sind seit Mitte der neunziger Jahre im Land aktiv. Unter anderem mit der finanziellen Unterstützung durch das Auswärtige Amt wird seitdem die Gesundheitsversorgung stabilisiert und verbessert. So wurden bisher fünf Gesundheitsstationen gebaut und weitere elf saniert, die vor allem der Landbevölkerung in den schwer zugänglichen Gebieten zur Verfügung stehen.

Zusätzlich erhalten Betroffene sexueller Gewalt Beratung und juristische Unterstützung, um die Straflosigkeit abzubauen. Unsere Partnerorganisation American Bar Association setzt dafür eine App ein, die sie staatlichen Stellen zur Verfügung stellt, um Missbrauchsfälle zu erfassen und auszuwerten. Allein 2016 registrierte der Bezirk Masisi fast 2000 Fälle sexueller Übergriffe gegen Mädchen und Frauen. Der Schutz vor sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten wurde von Deutschland als Resolution im UN-Sicherheitsrat eingebracht und im April angenommen.

Die Johanniter unterstützen die medizinische Versorgung der Landbevölkerung: ©Paul Hahn

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