Erhöhte Schutzmaßnahmen gegen Ebola in DR Kongo

Berlin, 08. August 2019

Seit Juli 2018 haben sich in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri bereits 2.700 Menschen mit dem Ebola-Virus infiziert. Mehr als 1.700 Menschen sind daran gestorben, die Mortalitätsrate liegt bei 67 Prozent. Laut UNICEF sind besonders Kinder unter fünf Jahren betroffen. Die Johanniter haben die Sicherheitsvorkehrungen für die Mitarbeiter erhöht, nachdem erste Fälle in der Millionenmetropole Goma aufgetreten waren.

Zur Früherkennung von Ansteckungen wird bei Mitarbeitenden die Temperatur gemessen. Foto: Johanniter

Die Weltgesundheitsorganisation rief am 17. Juli 2019 den internationalen Gesundheitsnotstand aus, um eine Ausbreitung des Ebola-Virus stärker zu bekämpfen und ein Übergreifen auf die Nachbarländer zu verhindern. In der Grenzstadt Goma wurden in den vergangenen Wochen bereits drei Ebolafälle bestätigt. Der Südsudan, Ruanda und Uganda bereiten sich auf mögliche erste Fälle vor. An den Grenzen werden Reisende von medizinischen Personal verstärkt kontrolliert, um Ansteckungen frühzeitig zu erkennen. Die Zeit zwischen einer Ansteckung bis zum Ausbruch der meist tödlich verlaufenden Krankheit kann  zwischen 2 und 21 Tagen betragen.

Die Johanniter-Auslandshilfe ist seit 1995 in der Demokratischen Republik Kongo vor allem mit Projekten im Bereich Gesundheit aktiv. In der Provinz Nord-Kivu werden mehrere Gesundheitszentren unterstützt. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, sind seit dem Ausbruch vor einem Jahr Präventionsmaßnahmen ergriffen worden. In einigen Gesundheitszonen werden in Schulen, Kirchen und auf Märkten mehr Handwaschbecken aufgestellt und Desinfektionsmittel aufgestockt. Handschuhe und Anzüge dienen zum Schutz vor einer Ansteckung. Vor Ort werden die Menschen über Hygieneregeln verstärkt aufgeklärt. Die Bekämpfung der Viruskrankheit wird durch bewaffnete Konflikte in der schwer zugänglichen Region erschwert. Ziel der Johanniter ist es, die Basisgesundheitsversorgung und laufende Projektaktivitäten in diesem Bereich aufrecht zu erhalten.


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Ihr Ansprechpartner Mathias Wahler - Fachbereichsleiter Kommunikation Auslandshilfe

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