Laos: Hygienebedingungen an Schulen verbessert

Vientiane, 21. Februar 2019

Zerschlissene Böden, defekte Latrinen und unbehandeltes Abwasser: Die Bedingungen für Kinder an der Angnoy und Bankauy-Grundschule nahe der laotischen Hauptstadt Vientiane waren in den letzten Jahren unerträglich geworden. Zusammen mit der Partnerorganisation BORDA haben die Johanniter neue sanitäre Anlagen gebaut. Am 20. Februar wurden sie feierlich eingeweiht.

Mehr als 180 Mädchen und Jungen stehen nun getrennte und vor allem ausreichende Toiletten zur Verfügung. Neue Waschgelegenheiten mit Seife und fließendem Wasser sind für die Kleinen leicht erreichbar. In einem Tank hinter der Anlage werden die Abwässer durch einen mechanischen und biologischen Prozess gereinigt. Abfließendes Wasser ist nunmehr keine Gesundheitsgefahr für die Schüler. Lange Zeit war das anders.

„Wir hatten regelmäßig Fälle von Durchfallerkrankungen und Fieber“, erzählt Ondone Saimeezai. Der 46-jährige Mann arbeitet in seinem Dorf Bankauy als Lehrer, seitdem er 17 Jahre alt ist. Auch er hat in der Bankauy-Grundschule gelernt. Lange habe es nur einfache Latrinen gegeben, die nicht ausreichten. Viel haben ihre Notdurft im Freien verichtet.  „Jetzt haben wir richtige Toiletten. Neu ist auch, dass es separate Bereiche für die Mädchen gibt“, betont der Lehrer, der zur Einweihung an die Angnoy-Schule gereist ist.

Kleines Projekt mit großer Wirkung

Getestet und für gut befunden: Schüler an der Angnoy-Schule haben endlich richtige Toiletten und Waschgelegenheiten. Foto: Johanniter

Lehrer wie Ondone spielen zukünftig eine aktive Rolle, wenn es um bessere Hygiene geht. Er und andere Kollegen sind im Sanitärkomitee ihrer Schulen engagiert und werden künftig darauf achten, dass die Abwassertanks korrekt arbeiten und kein Risiko für die Kinder darstellen. Die Lehrer werden die Kinder auf gute Verhaltensweisen aufmerksam machen, um hygienebedingte Krankheiten zu vermeiden. Damit das klappt, wurden Lehrer und Schüler gemeinsam vom BORDA-Team geschult. Eine Trainingseinheit fand auch kurz vor der Einweihung statt. Schüler zeigten sich gegenseitig, wie man richtig die Hände wäscht und worauf für mehr Hygiene zu achten ist.

"Trotz begrenzter finanzieller Mittel hat das Projekt eine große Wirkung", sagte Kerstin Tobie als zuständige Botschaftsvertreterin den Teilnehmenden bei der Zeremonie. Zwei ähnliche Projekte wurden bereits in den vergangenen Jahren realisiert. Die Botschaft stellte dafür finanzielle Mittel zur Verfügung. Eine Auswertung vor zwei Jahren ergab, dass nach den Maßnahmen alle Kinder das Händewaschen verinnerlicht haten, Seife benutzten und ihr Wissen an die Familien und Freunde weitergaben. Die Schüler werden dadurch zu Multiplikatoren und verbessern so die Gesundheit ihrer gesamten Gemeinde.

Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Mathias Wahler - Fachbereichsleiter Kommunikation Auslandshilfe

Lützowstr. 94
10785 Berlin