Ehrenamtliche Johanniter unterstützen Maßnahmen gegen COVID-19 im Kosovo

Berlin, 21. September 2020

Ein 15-köpfiges medizinisches Expertenteam unter der Führung des Robert Koch-Instituts reist am Montag, den 21.9., in den Kosovo, um bei der Bekämpfung von COVID-19 zu unterstützen. Mit dabei drei ehrenamtliche Johanniter.

Die Johanniter, humedica, ISAR Germany entsenden unter der Federführung des Robert Koch-Instituts ein gemeinsames „Emergency Medical Team“ (EMT) in den Kosovo. Zusammen mit Experten der Universitätsmedizin der Charité, des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf und des Kommando Sanitätsdienstes der Bundeswehr soll ein 15-köpfiges medizinisches Team unter der Leitung des Robert Koch-Instituts (RKI) das lokale Personal sowohl in der Infektionskontrolle als auch der Behandlung von COVID-19-Patienten unterstützen und weiterbilden. Die Koordinierung des Einsatzes läuft über den National Focal Point für Emergency Medical Teams, der am RKI angesiedelt ist.

Die Johanniter freuen sich darauf, sich in das gemeinsame Team einzubringen. Unsere drei ehrenamtlichen Johanniter werden mit ihrer Expertise im Kosovo helfen, so wie sie diese bereits während eines Einsatzes in Mosambik unter Beweis gestellt haben.
Jörn Ostertun, Leiter der Johanniter-Soforthilfe

Ehrenamtliche Soforthelfer der Johanniter als Teil des Expertenteams

Zu den drei Soforthelfern gehören die Ärztin Lorena Steinbach (Johanniter Regionalverband Rhein-Main), Rettungsassistent Julian Schulz (Johanniter Regionalverband Köln) sowie Notfallsanitäter Ragino Fagner (Regionalverband Weser-Ems). Alle drei waren bereits für die Johanniter im Mosambik nach Zyklon Idai im Einsatz.

„Die medizinische Versorgung im Kosovo entspricht leider nicht unserem deutschen Standard. Die geringen intensivmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten sind inzwischen erschöpft. Daher erhoffe ich mir von der Mission, dass wir unter anderem Aufklärungsarbeit leisten können, um so dafür zu sorgen, dass sich weniger Menschen infizieren. Insbesondere das medizinische Personal ist im Kosovo stark von COVID-19 betroffen“, so Lorena Steinbach.

Alle drei freuen sich zudem sehr auf Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen, die man unter normalen Bedingungen nicht getroffen hätte. „Wir sind gespannt darauf zu erfahren, wie in diesem Teil Europas gearbeitet wird“, sagen Julian Schulz und Ragino Fagner.

Das gemeinsame Emergency Medical Team wird am Montag von Berlin aus in Richtung Pristina, Kosovo, aufbrechen und zwei Wochen im Land bleiben.

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