Der Johanniter-Jahresbericht ist die jährliche Bilanz der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.: Er veranschaulicht, wie sich die Johanniter für Menschen in Not eingesetzt haben, von der Notfallrettung über die Pflege bis zur humanitären Hilfe im Ausland. Er richtet sich an Fördermitglieder, Spenderinnen und Spender, Mitarbeitende, Ehrenamtliche sowie an alle, die sich für das Wirken einer der größten deutschen Hilfsorganisationen interessieren.
Als gemeinnütziger Verein legen wir mit diesem Dokument Rechenschaft über unsere Tätigkeiten und die Verwendung von Spendengeldern ab und verdeutlichen zugleich, wie sich die Johanniter bundesweit angesichts wachsender Krisen weiterentwickeln. Auf den folgenden Seiten erhalten Leser Einblicke in unsere Arbeitsbereiche sowie ein Interview mit dem Bundesvorstand und den vollständigen Finanzbericht. So erfahren sie, welche Wirkung das Engagement der Johanniter tatsächlich entfaltet.
Wir Johanniter sind eine starke Gemeinschaft engagierter Menschen, die anderen helfen. Mit 35.000 Mitarbeitenden, mehr als 44.000 Ehrenamtlichen und 1,1 Millionen Fördermitgliedern zählt die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. zu den großen Hilfsorganisationen in Deutschland. Seit 1952 setzen wir uns aus christlicher Überzeugung für Menschen in Not ein – unabhängig von Religion, Nationalität oder Identität. Unsere Angebote reichen vom Rettungs- und Sanitätsdienst über den Katastrophenschutz bis hin zur humanitären Hilfe. In unseren Erste-Hilfe-Kursen vermitteln wir praxisnahes Wissen, damit Menschen im Notfall sicher handeln können. Außerdem pflegen wir Kranke, begleiten Kinder und Jugendliche, unterstützen Ältere und stehen Geflüchteten zur Seite.
Die ehrenamtliche Motorradstaffel sorgte 2025 für mehr Sicherheit auf Autobahnen: Sie sicherte Einsatzstellen ab, leistete Erste Hilfe und bildete Rettungsgassen, um Rettungskräfte an Unfallstellen heranzuführen.
Rund 3.000 Teilnehmende kamen vom 26. bis 28. September 2025 zum bundesweiten „Tag der Johanniter“ auf dem Gelände der Erfurter Messe zusammen, um in einem leidenschaftlichen, fairen Wettbewerb die besten Retter Deutschlands zu ermitteln.
Die humanitäre Lage im Gazastreifen blieb dramatisch: Zerstörte Gesundheitsinfrastruktur und knappe Medikamentenbestände prägten den Alltag der Menschen. Die Johanniter leisteten medizinische Hilfe unter schwierigsten Bedingungen.
Das Jahr 2025 stand im Zeichen eines politischen Neustarts: Die Reform der Notfallversorgung der neuen Bundesregierung begleiten die Johanniter aktiv als starker Partner der kommunalen Daseinsvorsorge und bringen ihre fachliche Expertise ein.
Die Johanniter haben 2025 erstmals einen Nachhaltigkeitspreis innerhalb der Organisation vergeben. Ausgezeichnet wurden Projekte, die zeigen, wie ein achtsamer Umgang mit Ressourcen, soziale Verantwortung und zukunftsorientiertes Handeln zusammengehören.
In Hort, Ganztag und der Schulsozialarbeit boten wir 10.528 Grundschulkindern 2025 täglich bis zu acht Stunden Mittagessen, kreative und sportliche Aktivitäten und Hausaufgabenbetreuung – auch in den Ferien.
Das Jahr 2025 war geprägt von einer neuen Gleichzeitigkeit: Kriege in Europa und im Nahen Osten, häufigere Extremwetterlagen und wachsende gesellschaftliche Spannungen wirkten parallel zueinander. Für die Johanniter bedeutet dies, ihre Rolle weiterzuentwickeln – als Teil der sozialen Infrastruktur und zugleich als Partner in der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge. Welche neuen Aufgaben sich daraus ergeben, aber auch die Chance, vorhandene Stärken gezielt auszubauen, erklären die Bundesvorstände Thomas Mähnert und Oliver Meermann im Gespräch.
Resilienz ist unverzichtbar – und zwar individuell, organisatorisch und gesamtgesellschaftlich. Wir investieren sowohl in die konkreten Fähigkeiten unserer Mitarbeitenden als auch in unsere Strukturen in den Diensten.
Zusammenhalt, Menschlichkeit und Einsatzbereitschaft zeichnen uns aus. Als starke Gemeinschaft setzen wir Johanniter uns dafür ein, dass Menschen ihr Leben selbstbestimmt und würdevoll gestalten können. Mit mehr als 79.000 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden stehen wir seit 1952 verlässlich an ihrer Seite. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über unsere tägliche Arbeit für und mit den Menschen.
Sicherheit beginnt mit Vorbereitung
Fokusthema Resilienz
Mit neuen Konzepten für den Bevölkerungsschutz stärken wir Johanniter die Resilienz unserer Gesellschaft und bereiten Menschen darauf vor, in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.
Seit über 70 Jahren setzen sich die Johanniter für Menschen in schwierigen Lebenslagen ein. Entdecken Sie unsere Arbeit, die Menschen dahinter und die vielen Möglichkeiten, sich selbst zu engagieren.
Auch 2025 haben wir Menschen jeden Alters begleitet: Kindern und Jugendlichen eröffneten wir Chancen für Bildung und persönliche Entwicklung, Seniorinnen und Senioren stärkten wir in ihrer Teilhabe und Selbstständigkeit.
Mit dem Bildungswerk bündeln wir Johanniter innovative Angebote für unterschiedliche Zielgruppen. Projekte wie SHIELD und die Lesehunde stärken Teilhabe, Inklusion und lebenslanges Lernen.
Im Gespräch geben Stefanie Dunkel-Janßen und Anne Ernst Einblicke in die Entwicklung der Geflüchtetenhilfe und die Bedeutung langfristiger Unterstützung.