Lungenkrebsscreening in Bonn – Früherkennung von Lungenkrebs mittels Niedrigdosis-CT
„Früh erkannt = besser heilbar."
Lungenkrebs macht lange Zeit keine Symptome und wird daher häufig zu spät erkannt. Das neue, staatlich geförderte jährliche Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-CT ändert das jetzt.
Lungenkrebs früh erkennen – bevor Beschwerden auftreten
Mit ca. 50.000 Neuerkrankungen jährlich zählt Lungenkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Da die Erkrankung häufig über lange Zeit keine Beschwerden verursacht, wird sie oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt.
Mit dem neuen Lungenkrebsscreening mittels Niedrigdosis-CT steht nun erstmals ein strukturiertes Früherkennungsprogramm für Menschen mit erhöhtem Risiko zur Verfügung. Ziel ist es, Tumoren bereits in einem frühen Stadium zu erkennen und dadurch die Heilungschancen deutlich zu verbessern. Auch das Johanniter-Krankenhaus Bonn bietet das Lungenkrebsscreening an.
Voraussetzungen
Menschen zwischen 50 und 75 Jahren, die mindestens 25 Jahre geraucht haben und deren Rauchstopp nicht länger als 10 Jahre zurückliegt, können seit April 2026 am Lungenkrebsscreening teilnehmen. Ziel ist eine frühere Erkennung der Erkrankung mit daraus resultierenden deutlich verbesserten Heilungschancen.
Wer kann kostenfrei an dem Screening teilnehmen?
- Menschen zwischen 50 – 75 Jahre
- Mind. 25 Jahre Raucher*
*Berechnung nach den sog. Pack Years/ Packungsjahren. Berechnet wird die durchschnittliche Packungsanzahl am Tag x Jahres des Rauchens.
Beispiele:
10 Jahre, 1 Packung (20 Zigaretten) täglich = 10 Pack Years
20 Jahre, 0,5 Packungen (10 Zigaretten) täglich = 10 Pack Years - Aktiver Raucher oder Rauchstopp nicht länger her als 10 Jahre
Experteninterview mit Dr. Nikola Anselm
Warum ist das Lungenkrebsscreening ein Meilenstein in der Krebsfrüherkennung? Dr. Nikola Anselm beantwortet die wichtigsten Fragen zur neuen Vorsorgeuntersuchung und erklärt, warum eine frühe Diagnose Leben retten kann.
Lungenkrebsscreening für Patientinnen und Patienten aus Bonn und der Region
Unser Lungenkrebszentrum betreut Patientinnen und Patienten aus Bonn, Bad Godesberg, Beuel, Troisdorf, Siegburg, Sankt Augustin, Königswinter, Meckenheim, Rheinbach, dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Kreis Ahrweiler und den umliegenden Regionen.
Bei auffälligen Befunden im Rahmen des Lungenkrebsscreenings stehen moderne diagnostische Verfahren, erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten sowie kurze Wege zur Verfügung.
Durch die enge Zusammenarbeit von Pneumologie, Radiologie, Thoraxchirurgie und Onkologie kann die weitere Abklärung schnell und individuell erfolgen.
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Wer profitiert besonders vom Lungenkrebs- screening?
Das Screening richtet sich an Menschen mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Lungenkrebs.
Besonders profitieren können:
- aktive Raucherinnen und Raucher
- ehemalige Raucherinnen und Raucher
- Menschen mit langjährigem Tabakkonsum
- Personen mit einer hohen sogenannten Pack-Year-Belastung (py/ Packungsjahr)
- Menschen, die ihre Rauchgewohnheiten reduzieren oder bereits aufgegeben habenDa Lungenkrebs häufig erst Symptome verursacht, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist, kann die Früherkennung entscheidend für den weiteren Behandlungsverlauf sein.
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Vorteile des Lungenkrebs- screenings
- Früherkennung von Lungenkrebs noch vor dem Auftreten von Beschwerden
- deutlich bessere Behandlungsmöglichkeiten bei frühzeitiger Diagnose
- moderne Untersuchung mittels strahlungsarmem Niedrigdosis-CT
- kurze Untersuchungsdauer
- keine Schmerzen während der Untersuchung
- strukturierte Nachsorge und Kontrolluntersuchungen
- schnelle Weiterleitung an spezialisierte Zentren bei auffälligen BefundenDa Lungenkrebs häufig erst Symptome verursacht, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist, kann die Früherkennung entscheidend für den weiteren Behandlungsverlauf sein.
Wenn der Befund auffällig ist
Ein auffälliger Befund bedeutet nicht automatisch die Diagnose Lungenkrebs. Im Rahmen des Lungenkrebsscreenings werden häufig kleine Veränderungen oder sogenannte Lungenrundherde entdeckt. Viele dieser Befunde sind gutartig und bedürfen lediglich einer Verlaufskontrolle.
Je nach Art und Größe der Auffälligkeit empfehlen wir Ihnen unterschiedliche Schritte:
- erneute Bildgebung nach einem verkürzten Kontrollintervall
- weiterführende radiologische Untersuchungen
- Vorstellung in einem spezialisierten Lungenkrebszentrum
- bronchoskopische Untersuchungen
- Gewebeentnahmen zur weiteren Abklärung
Zu den modernen diagnostischen Möglichkeiten gehören unter anderem:
- Bronchoskopie
- endobronchialer Ultraschall (EBUS)
- CT-gestützte Diagnostik
- minimalinvasive Gewebeentnahmen
- molekulare Tumordiagnostik
Warum die weitere Abklärung in einem Lungenkrebszentrum sinnvoll ist
In einem zertifizierten Lungenkrebszentrum arbeiten Expertinnen und Experten aus Pneumologie, Thoraxchirurgie, Radiologie, Onkologie und Pathologie eng zusammen – so auch im Lungenkrebszentrum am Johanniter-Krankenhaus Bonn. Alle relevanten Befunde werden interdisziplinär bewertet, um schnell Klarheit zu schaffen und – falls notwendig – die bestmögliche Behandlung einzuleiten.
Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies kurze Wege, eine koordinierte Diagnostik und Zugang zu modernsten Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Unser Netzwerk umfasst sowohl qualifizierte interne als auch externe Partner.