Therapieformen - Wie die Behandlung wirkt

Je nach Krebsart und Erkrankungssituation kommen unterschiedliche Therapieformen zum Einsatz. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick darüber, wie die einzelnen Behandlungen wirken, welche Nebenwirkungen auftreten können und worauf Sie während der Therapie besonders achten sollten. 

  • Chemotherapie

  • Mutations-& signalwegspez. Therapie

  • Immuntherapie

Was Sie während Ihrer Krebstherapie selbst tun können

Unabhängig davon, welche Behandlung Sie erhalten, gibt es einige grundlegende Dinge, die Sie während der Krebstherapie unterstützen können:

  • Medizinische Unterstützung:
    Melden Sie Symptome und Nebenwirkungen an Ihr onkologisches Behandlungsteam, da es oft Möglichkeiten gibt, diese zu lindern (z.B. Medikamente gegen Übelkeit oder Schmerzen). Sollten Sie an einem unserer Telemonitoring-Programme teilnehmen und die Luscii-App nutzen, tragen Sie die Symptome auch dort ein.
  • Emotionale Unterstützung:
    Sprechen Sie mit Freunden, Familie oder dem Behandlungsteam über Ihre Erfahrungen, Ängste und Sorgen. Hierfür stehen Ihnen bei uns unter anderem unsere psychoonkologischen Ansprechpartner zur Seite. Darüber hinaus können Selbsthilfegruppen und Beratungsangebote, beispielsweise der Deutschen Krebshilfe, eine wertvolle Unterstützung sein.
  • Hygiene:
    Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände mit Wasser und Seife. Vermeiden Sie, sofern möglich, engen Kontakt mit Personen, die eine potenziell ansteckende Erkrankung wie z. B. einen Atemwegsinfekt haben. In überfüllten oder schlecht belüfteten Bereichen empfehlen wir das Tragen einer Mund-Nasen-Maske.
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr:
    Trinken Sie – sofern nicht anders mit Ihnen besprochen – ausreichend Wasser, in der Regel mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Bei hohen Außentemperaturen oder Beschwerden wie Fieber, Durchfall oder Erbrechen ist der Flüssigkeitsbedarf erhöht. Achten Sie dann darauf, mehr zu trinken. 
    Sollte bei Ihnen eine Herzschwäche oder eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegen, können größere Trinkmengen zu Wassereinlagerungen oder Schwellungen führen. Informieren Sie uns in diesem Fall bitte über entsprechende Beschwerden. Gemeinsam können wir dann besprechen, welche Trinkmenge für Sie sinnvoll ist und ob möglicherweise harntreibende Medikamente (Diuretika) notwendig sind.
  • Gute Ernährung:
    Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten sowie eiweißreichen Lebensmitteln (z. B. Hülsenfrüchte, Fisch oder mageres Fleisch) kann Ihren Körper während der Behandlung unterstützen. Sollte es zu Verdauungsbeschwerden kommen, besprechen Sie mit uns, welche Ernährung in dieser Situation sinnvoll ist.
    Spezielle “Krebsdiäten” beruhen in der Regel nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und können im schlimmsten Fall sogar zu Mangelernährung oder Gewichtsverlust beitragen. Sprechen Sie daher bitte unbedingt mit Ihrem Behandlungsteam, wenn Sie über eine Umstellung Ihrer Ernährung nachdenken.
  • Aktiv bleiben:
    Ruhepausen sind wichtig. Dennoch sollten Sie nicht vollständig auf Bewegung verzichten. Leichte körperliche Aktivität ist wichtig, um fit zu bleiben und Muskelschwund entgegenzuwirken. 
    Hierfür können Sie sich an dem ausführlichen und gut verständlichen Leitfaden der Deutschen Krebshilfe zu Bewegung und Sport bei Krebs orientieren. Besprechen Sie mit Ihrem onkologischen Behandlungsteam, welches Maß an Bewegung für Sie geeignet ist und wie Sie Ihre Aktivitäten so anpassen können, dass sie sich nicht überanstrengen. 
    Für ein professionelles Trainingsangebot mit ärztlicher und physiotherapeutischer Betreuung kooperieren wir mit dem Onko-Sportzentrum Bonn/Rhein-Sieg. Sprechen Sie uns hierzu gerne an.
  • Regelmäßige Ruhepausen:
    Hören Sie auf Ihren Körper und gönnen Sie sich Ruhe, wenn Sie erschöpft sind.

Diese Empfehlungen können dazu beitragen, Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und Ihre Behandlung bestmöglich zu unterstützen. Weiterführende Informationen zu einzelnen Therapieformen und zum Umgang mit spezifischen Nebenwirkungen finden Sie in den jeweiligen Kapiteln dieser Website. Ausführliches Informationsmaterial stellt außerdem die Deutsche Krebshilfe zur Verfügung.

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